Aufstiegs-BAföG: Chancen auf den nächsten Karriereschritt nutzen

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BAföG ist vor allem als finanzielle Unterstützung für Studierende bekannt. Doch es ist wider Erwarten nicht auf diese Personengruppe beschränkt. Denn mit der Variante des Aufstiegs-BAföGs bekommen auch andere Berufsgruppen die Möglichkeit, eine Weiterbildung fördern zu lassen. Welche Voraussetzungen es gibt, wer genau laut Aufstiegsförderungsgesetz Unterstützung beantragen kann und wie hoch die Förderung mittels Aufstiegs-BAföG ausfällt, erklären wir im Folgenden.

 

Meister-BAföG und Aufstiegs-BAföG

Noch vor einigen Jahren hieß das Aufstiegs-BAföG Meister-BAföG, weil es quasi als Pendant zur Unterstützung von Menschen in der akademischen Laufbahn gedacht war. Nicht nur Studenten sollten demnach die Möglichkeit einer staatlichen Förderung bekommen, sondern auch solche, die sich stattdessen für eine Berufsausbildung entschieden hatten und nun den Meister-Abschluss anstrebten. Mit der Namensänderung hin zu Aufstiegs-BAföG öffnete sich das Förderangebot für alle Privatpersonen, die eine Aufstiegsfortbildung nutzen wollten. Ziel musste nicht mehr zwingend der Meistertitel sein, sondern einer von zahlreichen Aufstiegsfortbildungen, zum Beispiel der Fachwirt oder Betriebswirt. Gefördert werden Vorbereitungslehrgänge und Kurse, die auf eine berufliche Qualifikation hinführen, die mit dem Hochschulabschluss vergleichbar ist.

 

Aufstiegs-BAföG: Voraussetzungen und Antragsberechtigte

Zielgruppe dieser Förderung sind Privatpersonen mit Berufserfahrung, die sich beruflich weiterbilden möchten und einen Meister- bzw. einen vergleichbaren Abschluss anstreben. Das können sowohl Berufstätige sein, die den nächsthöheren Abschluss anstreben, als auch Studienabbrecher, die die nötigen Grundvoraussetzungen für den Aufstiegs-Lehrgang mitbringen. Welche Voraussetzungen dies konkret sind, hängt von der jeweiligen Zulassungsordnung der gewünschten Fortbildungen ab. Nicht förderfähig sind Hochschulabsolventen und Ausbildende, die sich in ihrer ersten Berufsausbildung befinden.

Wichtig ist, dass der Abschluss, der mittels einer geförderten Fortbildung erzielt wird, höher ist, als es der bereits vorhandene Abschluss war. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht, jedoch muss die geförderte Fortbildungsmaßnahme bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • mindestens 400 Unterrichtsstunden
  • spätestens innerhalb von 36 Monaten absolvierbar (Vollzeit)
  • spätestens innerhalb von 48 Monaten absolvierbar (Teilzeit)

 

Förderhöhe des Aufstiegs-BAföGs

Wie hoch fällt die Förderung mittels Aufstiegs-BAföG aus und was wird konkret übernommen? Da die Fördermöglichkeiten hier sehr vielfältig sind, ist eine pauschale Antwort kaum möglich. Denn beim Aufstiegs-BAföG wird nicht wie z.B. beim Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein eine bestimmte Summe x festgelegt, die ausgeschöpft werden darf, sondern verschiedene Stränge laufen zusammen. So setzt sich das Aufstiegs-BAföG aus einer Kombination von Zuschüssen und Darlehen zusammen und hängt auch von der jeweiligen Lebenssituation des Antragstellers ab. Alleinerziehende bekommen beispielsweise gesonderte Zuschläge und Menschen, die für ein Projekt im Rahmen der Weiterbildung Materialkosten haben, können auch diese Kosten erstattet bekommen.

 

Überblickend betrachtet werden folgende Dinge bezuschusst, übernommen oder mittels Darlehen vorgestreckt:

  • Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren: bis zu 15.000 €
  • Materialkosten: bis zu 50 %, maximal 2.000 €
  • Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten für Alleinstehende: bis zu 768 € monatlich
  • Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten für Verheiratete: bis zu 235 € monatlich
  • Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten: bis zu 235 € pro Kind
  • Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende: bis zu 130 € pauschal

 

Fernlehrgänge mittels Aufstiegs-BAföG fördern lassen

Mittels Aufstiegs-BAföG können auch mediengestützte Weiterbildungen oder komplette Online-Lehrgänge gefördert werden. Wichtig ist, dass es sich nicht um reine Selbstlernkurse handelt, sondern ergänzend betreuter Unterricht und regelmäßige Erfolgskontrollen stattfinden. Ist dies der Fall, sind auch Online-Weiterbildungen förderfähig.

 

Antrag auf Aufstiegs-BAföG stellen

Wenn Sie diese Förderung beantragen möchten, finden Sie den richtigen Ansprechpartner bei den zuständigen Förderämtern Ihres Bundeslandes. Nutzen Sie dafür gerne die Suche auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder stellen Sie Ihren Aufstiegs-BAföG-Antrag gleich online.

 

Wenn Sie noch auf der Suche nach der geeigneten Weiterbildung sind, die Sie auf die nächste Stufe bringt oder unsicher sind, wie Sie im Falle einer geförderten Weiterbildung vorgehen sollen, unterstützen wir Sie dabei. Nutzen Sie gerne unseren zuverlässigen Call-Back-Service.

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Lisa Fay – Teamleitung Sales

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