13.12.18 | Weiterbildung: neue Förderprogramme für (fast) alle

Ab 2019 stellt der Bundeshaushalt einen Etat von 500 Millionen Euro für Weiterbildung bereit. Ein extra Qualifizierungschancengesetz soll vor allem die digitale Kompetenz von Mitarbeitern stärken. Also investiere in deine digitale Zukunft und in eine erfolgreiche Karriere. Denn du hast einen Anspruch auf Weiterbildung – und darauf, dass dir die Agentur für Arbeit zur Seite steht.

 

Starte deine Karriere

Du trittst beruflich auf der Stelle? Dein Unternehmen braucht qualifizierte Mitarbeiter für die Digitalisierung? Dir fehlt die Perspektive ohne Berufsabschluss? Der Arbeitsmarkt bietet dir in deinem Alter nichts mehr? Dann starte jetzt mit einer Weiterbildung im digitalen Bereich in deine Zukunft.

Statt in einem Job zu versauern, in dem du nicht weiterkommst oder dir sogar die Arbeitslosigkeit droht, kannst du etwas tun: dich weiterbilden. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast.

 

Welche Fortbildungs-Maßnahmen gibt es?

Ab 2019 tritt ein neues Gesetz zum Thema Weiterbildung für alle in Kraft. Es heißt Qualifizierungschancengesetz und richtet sich an alle Arbeitnehmer, die sich für den digitalen Arbeitsmarkt fit machen wollen. Für diese Maßnahmen werden extra 500 Millionen Euro im Etat des Bundeshaushaltes zur Verfügung gestellt. Außerdem soll ab Januar 2019 der Beitrag zu Arbeitslosenversicherung sinken. Damit können Betriebe und Beschäftigte pro Jahr fast sechs Milliarden Euro einsparen. Geld, das dafür in die Weiterbildung fließt.

 

Mach dich fit für die Digitalisierung

Automatisierte Fabriken, virtuelle Zwillinge, Online-Service: Der digitale Wandel hat längst begonnen und ist auch nicht mehr aufzuhalten. Das sieht auch die Bundesregierung so. Deshalb investiert sie extra Geld in die Weiterbildung, damit sich jeder für den digitalen Arbeitsmarkt fit machen kann. Denn gerade die Wirtschaft profitiert von gut ausgebildeten Mitarbeitern – und damit ganz Deutschland. Auch für die Unternehmen ist das Weiterbildungsgesetz hochspannend, ist es doch auch für sie viel sinnvoller, in die eigenen Mitarbeiter zu investieren, anstatt mühsam den Markt nach neuen Arbeitnehmern abzugrasen. Eine echte Win-win-Situation für alle!

 

Wie bekommst du eine Weiterbildung?

Wer sich weiterbilden will, sollte sich erst einmal an seinen Arbeitgeber wenden. Denn zuerst muss geklärt werden, ob der überhaupt daran interessiert ist. Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Weiterbildung – aber der Arbeitgeber muss zustimmen, den Mitarbeiter freizustellen.

Wenn das geklärt ist, kann die Bundesagentur für Arbeit prüfen, welche Weiterbildung in Frage kommt und ob diese gefördert wird. Tatsächlich hat sogar jeder einen gesetzlichen Anspruch, sich von der Arbeitsagentur beraten zu lassen. Allerdings muss die Weiterbildung auch passen – man kann sich nicht einfach aussuchen, was einem gefällt. Ein Töpferkurs oder eine Fortbildung zur Yogalehrerin werden sicherlich nicht gefördert, aber die Weiterbildung zum Scrum®-Master oder Online-Marketing-Manager haben dagegen große Chancen, genehmigt zu werden.

 

Wer zahlt die Qualifizierungsmaßnahme?

Die gute Nachricht ist, dass sich das Unternehmen und die Bundesagentur für Arbeit die Kosten teilen. Allerdings hängt es dann noch von der Größe des Betriebs ab und davon, wer gefördert wird, wie hoch die Beteiligung der Bundesagentur ausfällt.

Das Weiterbildungsgesetz soll vor allem kleinere und mittlere Betriebe finanziell fördern. Unternehmen können sich je nach Größe 25 bis 100 Prozent der Lehrgangskosten erstatten lassen. Zahlt die Firma dem Beschäftigten während der Weiterbildung weiter Lohn oder Gehalt, kann der Staat auf Antrag 25 bis 75 Prozent der Summe übernehmen.

 

Hier eine Übersicht:

  • bei weniger als 10 Beschäftigten = 100 % Übernahme der Kosten
  • bei 10 bis 250 Beschäftigten = 25 % Übernahme der Kosten
  • bei 10 bis zu 250 Beschäftigten + Weiterbildungen von Mitarbeitern über 45 oder schwerbehindert = bis 100 % Übernahme der Kosten

Auch ein echter Vorteil: Die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich an den Lohnfortzahlungen für Mitarbeiter, die sich weiterbilden.

 

Erfolg im Beruf durch Digitalkompetenz

Die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern ist für alle Unternehmen eine Investition in die Zukunft. Gerade die Weiterbildung in Sachen Digitalisierung ist für die deutsche Wirtschaft bedeutend. Digitalkompetenz wird in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein und lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter wird zum Arbeitsalltag gehören. Bereits heute erhöhen Weiterbildungen zu Digitalthemen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sind oftmals die Voraussetzung für Erfolg im Beruf.