22.02.19 | Mehr als Macht und Geld: Auf dem Weg der Erfolgsspirale

Die Bedeutung des Begriffs Erfolg hat sich in unserer Gesellschaft auf Geld und Macht verengt. Doch beide sind wie ein Hocker mit zwei Beinen: Eine Weile kann darauf balanciert werden, doch irgendwann kippt man um. Im Englischen heißt heißt to succeed weiterzugehen (wie das deutsche Wort „folgen“), im Hebräischen steht hazlacha („überqueren“) für Erfolg: Der Fluss, der zu überqueren ist, ist ein dynamisches Element, das allerdings nicht daran hindert, das eigentliche Ziel – ein anderes Ufer, Neuland – zu erreichen. Damit verbunden ist auch immer der Sprung ins Unbekannte.

Erfolgreich zu sein meint vor diesem Hintergrund etwas anstoßen, in Bewegung setzen, in dynamischer Bewegung zu ein, weiterzugehen – von einem festen Standpunkt aus. Der Körpersprache-Experte Samy Molcho vergleicht seine Bewegung mit der einer Spirale, die immer weiter hinaufwachsen will und nie ein Ende hat.

Damit zusammen hängt auch Spiral Dynamics: Es ist ein sanfter, unaufdringlicher Ansatz, der einen Übergang innerhalb des normalen und natürlichen Flusses der Ereignisse stattfinden lässt. Die Prinzipien sind in gleicher Weise auf eine einzelne Person, ein Unternehmen oder eine ganze Gesellschaft anwendbar. Der Ansatz geht auf den amerikanischen Psychologieprofessor Clare W. Graves zurück, der ihn in den 1960er-Jahren entwickelt hat. Wer sich Spiralbewegungen hingibt, akzeptiert die Fließrichtungen, die sowohl den vom Chaos diktierten Fahrplänen als auch den durch Ordnung bestimmten inhärent sind. Sie kennen nur sehr wenige Grenzen oder enge Gleise, die ihr Denken einschränken würden.

Molchow betont allerdings, dass es wichtig ist, dieser Spiralbewegung Stationen geben: „Wenn du glaubst, nicht weitergehen zu können, bleib dran, und du wirst sehen, dass du es kannst.“ Die menschlichen Energiereserven sind enorm, wenn sie geweckt werden und der richtige Partner an der Seite ist. Es ist der Anspruch der Weiterbildungsplattform karriere tutor®, „Menschen an jedem Arbeitsplatz der Welt beruflich erfolgreich und glücklich machen.“ Ein Team aus namhaften Dozenten und Tutoren, Karriereberatern und Experten für berufliche Weiterbildung hilft den Teilnehmern zu erkennen, wofür sie geschaffen sind. Sie werden ganzheitlich auf dem Weg zur beruflichen Erfüllung begleitet. Denn Menschen können nur erfolgreich sein, wenn sie das tun, wofür sie bestimmt sind. Wenn sie ihre Energien in Bereiche investieren, die nicht zu ihnen, ihren Talenten und Stärken passen, dann können sie auf die Dauer nicht effektiv und erfolgreich sein.

Es gibt äußeren, sichtbaren Erfolg und einen inneren, persönlichen Erfolg. Was äußerlich erfolgreich wirkt, muss ich innerlich noch nicht als Erfolg auswirken und umgekehrt. Der äußere Erfolg liegt maßgeblich in der Anerkennung der eigenen Arbeit begründet. Das persönliche Erfolgsgefühl dagegen beruht eher in der täglichen Arbeit, wiederum dem Verschieben der Grenzen in ihr, also im Schaffen und Umsetzen von Neuem.

Erfolg ist nur dort haben, wo Menschen nicht begrenzt werden und sich voll entfalten können. „Wer unter dem Druck des Müssens steht, büßt einen Teil seiner Souveränität ein, und Gefahr ist im Verzug“, sagt Samy Molcho. Erfolg besteht für ihn aus vielen Schritten, die erst einmal gegangen werden müssen, bevor die Erfolgsdynamik in Gang kommt. Davon legen auch die Erfahrungsberichte auf der Website von karriere tutor® Zeugnis ab. Erfolg ist für die im Folgenden vorgestellten Personen nicht Faktor der Sehnsucht, sondern der eigene Weg.

 

Erfolgsgeschichte Andreas Wittler

Andreas Wittlers, heute Mitte 50, war nach meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften und einem Aufbaustudium der internationalen Wirtschaftsbeziehungen rund 20 Jahre lang in der Finanzbranche tätig. Hier durchlief er alle relevanten Bereiche und war vom Projektarbeiter bis zur Führungskraft tätig. Als die Finanzkrise die Branche massiv umstürzte, „die Manager in den oberen Riegen aber nur behäbig darauf reagierten und weiterhin komplett überholte Geschäftsmodelle anboten“, wusste er, dass das nicht sein Weg sein würde. Die Branche hätte sich seiner Meinung nach schnell verändern müssen, tat es aber nicht. Er hinterfragte mehr und wurde zunehmend unzufriedener mit dem, was er täglich tat. Der „halbgare Erfolg“ konnte ihn nicht wirklich begeistern. Das änderte sich im Sommer 2017:

Sein persönlicher Wendepunkt kam durch eine aus der Not heraus geborene Projektphase. Als Unternehmensberater für Krankenhäuser kam er erstmals mit agilen Methoden in Kontakt. Diese komplett andere Herangehensweise an Abläufe begeisterte ihn sofort. Genau so wollte er in Zukunft arbeiten. Er stand am Ende des Projekts vor der Wahl, entweder in der klassischen Unternehmensberatung zu bleiben, oder sich in Richtung agiles Arbeiten weiterzubilden. Es folgte eine intensive Orientierungsphase. Die Nachfrage an Agilitäts-Experten war damals enorm.

Nach einem Gespräch mit der Kundenberatung von karriere tutor® legte er seinen „Fahrplan“ in seine berufliche Zukunft fest. Dass das die richtige Entscheidung war, wusste er vom ersten Tag an: „Endlich konnte ich in mich investieren, mich dort spezialisieren, wo meine Interessen lagen und mich für Kunden und Arbeitgeber interessanter machen.“ Die Art des digitalen Lernens kam ihm dabei sehr entgegen. Es erschien ihm nicht wie Arbeit, sondern wie ein Befreiungsschlag. Es war genau das, was er an diesem Punkt in seinem Leben gebraucht hat. Bereits zum Ende seiner Weiterbildungsreise erhielt er ein sehr gutes Job-Angebot, das er annahm.

 

Erfolgsgeschichte Florian Stief

Der berufliche Weg von Florian Stief, der zur Generation Y gehört, war von Resignation, Scheitern und Aufstehen geprägt. Er machte einen Master im Internationalen Management und fragte sich jeden Morgen, was das eigentlich alles soll: „Jung, erfolgreich und … ja, eintönig.“ Er arbeitete als Store Manager im Familienbetrieb. Aber das wollte er eigentlich nur übergangsweise machen, fand aber nicht den Absprung, eil ihm die Eintönigkeit auch Sicherheit gab. Glücklich machte ihn das allerdings nicht: „Das Abspulen lief so lange, bis meine Freundin mich eines Tages zur Arbeitsagentur schickte. Von Arbeitslosigkeit bedroht war ich keineswegs, aber sie konnte es nicht mehr mit ansehen, wie die Eintönigkeit mich niedergeschlagen zurückließ.“ Entgegen seiner Erwartungen konnte etwas für ihn getan werden. Die Weiterbildungsvorschläge interessierten ihn, und er entschied sich für eine digitale Weiterbildung von karriere tutor®, weil ihm das Lehrangebot und die Kombination aus Projektmanagement und IT Service Management gefiel.

Er konnte sofort starten und hatte keinen Druck, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmen Ort zu sein. Das Gefühl, seine Scrum®- und CTO-Zertifikate in Händen zu halten, erfüllte ihn mit Stolz. Was ein Stück Papier emotional in mir auslösen konnte, war dann wie eine Art Weckruf. „Wach auf, Florian! In dir steckt so viel mehr, als du dachtest!“ Kaum hatte er sein berufliches Profil auf Xing ergänzt, meldeten sich täglich Headhunter bei ihm: „Ich musste mich nicht bewerben, ich wurde umworben. Weil ich das hatte, was andere suchten.“ Heute arbeitet er als Junior Service Management Consultant in einem Beratungsunternehmen. Inzwischen geht er wieder gern zur Arbeit und freut sich auf das, was kommt.

 

Erfolgsgeschichte Holger Golfels

Mit knapp 50 stehen die meisten Menschen mitten im Berufsleben und haben in der Regel einiges erreicht. So ging es auch Holger Golfels, den eine personelle Umstrukturierung völlig unerwartet traf. Mit 49 Jahren fühlte er sich beruflich gefestigt und erfüllt durch seine drei Kinder, eine liebevolle Partnerin und eine Eigentumswohnung in schöner Umgebung. Einige Monaten zuvor nahmer ein Jobangebot als kaufmännischer Leiter an, „doch gefühlt nur wenige Augenblicke später stand ich vor dem beruflichen Nichts.“ Unerwartet wurde ihm betriebsbedingt gekündigt, weil das Unternehmen personell neu aufgestellt wurde.

Seit dem Beginn seiner Berufstätigkeit mit Anfang 20 stand er erstmals ohne Arbeit da. Bundeswehr, Einkaufsleiter eines großen Juwelierunternehmens, eine Weiterbildung zum Finanzbuchhalter und ein Fernstudium in BWL, leitende Positionen in Projekt- und Finanzcontrolling in Engineering-Unternehmen der Energiewirtschaft und später der Luft- und Raumfahrt sowie kaufmännischer Leiter in einem Handelsunternehmen – das abrupte Ende schmerzte ihn sehr: „Mehr als 20 Jahre lang war ich auf der Erfolgsspur und jetzt stand ich plötzlich einfach daneben.“

Aus diesem Lebensbruch wollte er das Beste machen und beschloss, einen nicht mehr weiterverfolgten Traum wieder aufzugreifen. Er wollte schon lange in einem großen Konzern arbeiten. Hier waren allerdings gute Kenntnisse in SAP gefordert, die er nicht hatte. Mit einem offizielles SAP-Zertifikat wollte er nicht nur seine Chancen verbessern, sondern potenziellen Arbeitgebern zeigen, was er kann und will – auch mit 50.

Im KURSNET, der Datenbank des Arbeitsamtes, stieß er auf das Angebot von karriere tutor® und konnte sofort beginnen. Noch während seiner Weiterbildung konnte er eine neue Stelle antreten – in einem großen Konzern: „Auch wenn es streckenweise enttäuschend, von Skepsis geprägt, und während der Weiterbildung auch viel Eigeninitiative erfordernd war, hat sich jeder Schritt gelohnt.“ Erfolg heißt für all diese Menschen, sich kraftvoll weiterzuentwickeln und nachhaltig ihrer Bestimmung zu folgen.