Remote-Revolution : Warum Remote-Arbeitsplätze auch Arbeitgebern nützen

Warum Remote-Arbeitsplätze auch Arbeitgebern nützen

Bringt der Coronavirus Unternehmen zum Umdenken? Bisher haben viele Firmen immer noch Bedenken, dass Homeoffice funktionieren kann. Während es Beschäftigte gibt, die die Diskussion um das Arbeiten von zu Hause aus seit Jahren mit ihrem Chef führen, wollen andere nun aus Vorsichtsmaßnahmen vorübergehend ins Homeoffice umziehen. Dennoch braucht der ein oder andere noch schlagkräftige Argumente, die den Chef überzeugen, dass das Arbeiten „remote“ eine Win-Win-Situation ist. Diese finden Sie in diesem Beitrag.

Flexibles Arbeiten ist besseres Arbeiten

Der klassische Nine-to-Five-Job liegt in den letzten Zügen. Zumindest im klassischen Sinne, wo man sich früh um acht an der Stechuhr begrüßt und abends gemeinsam in den Feierabend verabschiedet. Arbeiten in Zeiten der Digitalisierung hat das Potenzial deutlich flexibler zu werden. Remote-Arbeitsplätze setzen genau hier an. Denn wer remote arbeitet, arbeitet ortsunabhängig und deutlich freier. Frei in einem nicht näher definierten Rahmen, der vom Homeoffice in der Nachbarstadt bis zum digitalen Nomadentum in einem italienischen Café reichen kann. Und trotzdem ist Remote Work kein reines Laissez-faire, sondern ein dringend notwendiger Kompromiss. Ein Weg, der Vorteile für beide Seiten bringt:

  • Keine verschenkte Zeit: Der Weg zur Arbeit raubt uns allen wertvolle Lebenszeit. Diese Zeit ist weder produktiv noch frei, sondern ausschließlich umständlich und vertan. Wer Remote-Arbeitsplätze schafft, reduziert diese verschenkte Zeit und ermöglicht es seinen Mitarbeitern unmittelbar mit Beginn der Arbeit produktiv zu werden.
  • Gesteigerte Produktivität: Genau diese gesteigerte Produktivität macht Remote-Arbeitsplätze auch für Arbeitgeber interessant. Dass im Homeoffice produktiver gearbeitet wird, wurde mittlerweile in verschiedenen Studien erwiesen. Und dass produktive Mitarbeiter ein Gewinn für jedes Unternehmen sind, bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.
  • Verbesserte Konzentration: Großraumbüros sind alles, aber nicht gerade konzentrationsfördernd. Der Geräuschpegel, die unterschiedlichen Vorlieben zum Raumklima oder zur Einrichtung des Büros, differierendes Telefonieverhalten und vieles mehr rauben die Konzentration. Im Homeoffice, oder am gewählten Ort des persönlichen Remote-Arbeitsplatzes, fällt es leichter, sich zu konzentrieren, weil Störquellen wesentlich einfacher ausgeschaltet werden können.
  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf & Familie: Wer remote arbeiten kann, bekommt Beruf und Familie besser unter einen Hut. Allein die wegfallenden Fahrtwege zur Arbeit und zurück kommen den Betreuungszeiten in Kindergarten und Schule entgegen. Trotzdem verlieren Unternehmen keine einzige Minute der bezahlten Arbeitszeit, weil ihre Remote-Kräfte bis zum Schluss konzentriert arbeiten können und nicht vorzeitig das Büro verlassen, weil sie sonst nicht mehr rechtzeitig in die Kita kommen.
  • Mitarbeiterbindung durch höhere Zufriedenheit: In Verbindung mit der Möglichkeit durch Homeoffice & Co Berufliches und Privates besser vereinbaren zu können, sind Mitarbeiter deutlich zufriedener im Job. Ein wichtiger Grund für gut ausgebildete Fachkräfte, sich langfristig ans Unternehmen zu binden.
  • Kostenersparnis für Unternehmen: Remote-Arbeitsplätze haben auch einen nicht zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Nutzen. Wenn Mitarbeiter online, von zu Hause aus oder dem Ort ihrer Wahl, arbeiten, brauchen Sie kein Büro im Firmengebäude. Das spart sowohl Anschaffungs- als auch Instandhaltungskosten oder Mietkosten.

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Remote-Arbeitsplätze als Kommunikationskiller?

Dass sich Remote-Arbeitsplätze noch nicht überall durchgesetzt haben, liegt vor allem an einem Punkt: Unternehmen befürchten eine einbrechende Kommunikation untereinander. Natürlich verringert sich das Face to Face im persönlichen Kontakt, wenn man kein gemeinsames Büro mehr teilt. Auch die Informationsweitergabe ist teilweise erschwert. Beim US-amerikanischen IT-Riesen IBM führte die Skepsis gegenüber des Remote Workings so weit, dass das bereits früh eingeführte System in den letzten Jahren sukzessive zurückgeschraubt wurde. Anlass war der Wunsch nach einem stärkeren Teamgefühl, das vor Ort leichter zu erreichen wäre. Verständlich, aber nicht unbedingt die einzige Option. Denn die Digitalisierung ebnet auch hier neue Wege, die nur beschritten werden müssen. Messaging-Dienste und Collaboration-Tools wie Skype, Google Docs, Podio und viele weitere stehen als Wegbereiter bereits zur Verfügung und ermöglichen den regelmäßigen und unmittelbaren Austausch untereinander, ohne physisch nebeneinander zu stehen. Gemeinsame Projekte können gemeinsam bearbeitet werden, egal wo der Einzelne sitzt. Kommunikation und Isolation gehören also nicht zu den Dingen, die Sie zwangsläufig in Kauf nehmen müssen, wenn Sie Remote-Arbeitsplätze schaffen.

Ihr Weg zur Arbeit 4.0

Der Remote-Arbeitsplatz im Allgemeinen und der Homeoffice-Arbeitsplatz im Besonderen sind natürlich nur erste Schritte auf dem langen Weg zur Arbeit 4.0. Es wird schon viel experimentiert in der Hinsicht und es werden neue Impulse für die Digitalisierung der Arbeitswelt geschaffen.

Wenn Sie mit dem Umzug ins Homeoffice den ersten Schritt zur Arbeit 4.0 angehen wollen, lesen gerne auch unsere Beiträge zum Arbeitsschutz und Datenschutz im Homeoffice.

 

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