1. Dankbarkeit
Der amerikanische Psychologe Robert A. Emmons forschte zum Thema Dankbarkeit und hatte dabei eine erstaunliche Erkenntnis: Je aktiver Menschen Dankbarkeit im Alltag praktizierten, umso mehr Lebensfreude hatten sie. Unter seinen Probanden zeigte sich, dass diejenigen, die täglich Dinge notierten, für die sie dankbar waren, schon nach wenigen Wochen deutlich lebensfrohere Menschen waren als diejenigen, die keine Dankbarkeitspraxis hatten. Aktiv gelebte Dankbarkeit macht also nachweislich glücklicher. Du kannst diese Erkenntnis nutzen, indem du eine tägliche Dankbarkeits-Routine etablierst.
Tipp: Betreibe „Journaling“: Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um aufzuschreiben, was dir Freude und Glück bringt und wofür du dankbar bist.
2. Lächeln
Bei jedem Lachen werden im Gehirn Glückshormone, sogenannte Endorphine, ausgeschüttet. Sind diese Hormone im Blut unterwegs, stellt sich sofort ein angenehmes Gefühl ein, man ist positiv und fröhlich gestimmt. Dieser Effekt funktioniert aber nicht nur in besonders lustigen Situationen, sondern kann jederzeit selbst ausgelöst werden.
Tipp: Es reicht, einfach zu lächeln, egal, ob man gerade sehr fröhlich oder niedergeschlagen ist. Sobald sich die Mundwinkel nach oben bewegen, registriert der Körper das Signal „Lächeln“ und schüttet Endorphine aus. Eine wunderbare Soforthilfe gegen trübe Stimmung und für mehr Lebensfreude.
3. Selbstbestimmtheit
Auch die Möglichkeit, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten, erhöht die Lebensfreude. Nach den eigenen Werten zu leben, eigene Ziele zu setzen und diese zu verfolgen, ist also entscheidend dafür, wie zufrieden und lebensfroh wir uns fühlen. Um diese Selbstbestimmung leben zu können, ist es zunächst wichtig zu wissen, was uns persönlich glücklich macht.
Tipp: Coaching-Tools wie das Lebensrad-Modell können dabei helfen, dies herauszufinden.
4. Berufliches Glück
Die Art und Weise, wie wir unsere Zeit verbringen, beeinflusst unsere Freude am Leben und unser Glück. Da gerade der Beruf ein Lebensbereich ist, dem wir einen Großteil unserer Zeit widmen, sollten wir darauf achten, dass wir mit unserer Arbeit zufrieden sind.
Frage dich daher regelmäßig, ob dir deine Arbeit (noch) Spaß macht, ob du Aufgaben hast, die dir gefallen, und ob du mit deinem Gehalt zufrieden bist. Denn längst ist wissenschaftlich erwiesen, dass auch die Höhe des eigenen Einkommens einen Einfluss auf die persönliche Lebensfreude hat.
Tipp: Setze dir einen festen Stichtag im Jahr, an dem du dein berufliches Glück überprüfst und – solltest du nicht mehr zufrieden sein – Veränderungen vornimmst.
5. Schlaf
Was hat Schlaf mit Lebensfreude zu tun? Der Zusammenhang wird deutlich, wenn man die menschlichen Bedürfnisse näher betrachtet. Du kennst vielleicht die Bedürfnispyramide von Maslow, die davon ausgeht, dass zunächst ganz grundlegende physiologische Bedürfnisse – wie schlafen und essen – sowie Sicherheitsbedürfnisse (z. B. ein Zuhause, in das man sich zurückziehen kann) des Menschen befriedigt sein müssen, bevor es überhaupt um Dinge wie Selbstverwirklichung und individuelle Bedürfnisse gehen kann.
Viele Faktoren, von denen die Lebensfreude abhängt, bedürfen also zunächst einer Basis gut befriedigter Grundbedürfnisse. Vereinfacht ausgedrückt, sollten ausreichend Schlaf, Nahrung und ein sicherer Rückzugsort gewährleistet sein, bevor man sich in Ruhe Fragen der Selbstverwirklichung widmen kann.
Tipp: Achte auf deinen Schlaf, um ausreichend Energie zu haben, um die weiter oben angesiedelten Individualbedürfnisse befriedigen zu können.