Wenn du dich näher mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigen möchtest, empfehlen wir dir die 8 Achtsamkeitsprinzipien. Sie bilden den Kern der Achtsamkeitspraxis und helfen dir, deinen Alltag achtsamer zu erleben.
1. Wertneutralität
Im Sinne der Wertneutralität nehmen wir Dinge und Situationen zunächst so wahr, wie sie sind, ohne sie zu bewerten. Oft neigen wir dazu, etwas zu schnell zu beurteilen und in eine bestimmte Schublade zu stecken. Durch gezielte Übungen sollen diese automatischen Bewertungen vermieden werden.
2. Anfängergeist
Der Anfängergeist hilft uns, zu verstehen, dass jeder Moment, den wir erleben, einzigartig ist. Er versetzt uns in die Lage, eingefahrene Gleise – auch gedanklich – zu verlassen und offen für neue Gedanken und Verhaltensweisen zu werden.
3. Geduld
Geduld bedeutet, zu akzeptieren, dass Dinge, die wir tun und erleben, Zeit brauchen. Durch die innere Haltung der Geduld schaffen wir uns Raum für Momente der Achtsamkeit.
4. Vertrauen
Bei diesem Prinzip der Achtsamkeit geht es darum, das Vertrauen in den eigenen Körper und die Signale, die er sendet, zu stärken – vor allem in Stresssituationen. Wenn wir gestresst sind, sendet uns unser Körper klare Signale. Vertrauen bedeutet, diese körperlichen Stresssymptome frühzeitig zu erkennen und als hilfreich wahrzunehmen, weil wir dem Stress dann mit gezielten Achtsamkeitsübungen entgegenwirken können.
5. Akzeptanz
Das Prinzip der Akzeptanz bedeutet: Ich entscheide mich bewusst dafür, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, ohne sie gutheißen zu müssen. Durch gezielte Übungen können wir lernen, zu akzeptieren, dass wir nicht alles ändern können, was um uns herum geschieht. Akzeptanz ermöglicht es uns, unser Leben aktiv zu gestalten und damit das Gefühl des Ausgeliefertseins zu verringern.
6. Teflon-Geist
Den Teflon-Geist können wir uns als eine Art Schutzhülle vorstellen, die uns hilft, die vielen Reize und Eindrücke eines Tages an uns abperlen zu lassen. Wir nehmen sie alle auf, lassen uns aber nicht darauf ein, alle Eindrücke geistig zu verarbeiten. Der Teflon-Geist schützt uns also vor mentaler Überforderung und Stress.
7. Loslassen
Loslassen zu können, ist wichtig für die Achtsamkeitspraxis. Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns bewusst, einen Gedanken, der an uns haftet, loszulassen. Es bewahrt uns davor, in der Vergangenheit zu verharren oder etwas vorwegnehmen zu wollen, was noch nicht geschehen ist.
8. Liebe und Mitgefühl
Das Prinzip der Liebe und des Mitgefühls hilft uns, uns selbst gegenüber freundlich zu sein. Liebe und Mitgefühl drängen Frustration und Selbstkritik beiseite, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt oder schiefgegangen ist.
Die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsübungen und Meditation auf den Menschen wurden bereits mehrfach durch Studien belegt. Zusammengefasst bringt Achtsamkeitstraining also folgende Vorteile mit sich:
- Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens – sowohl körperlich als auch psychisch
- Erhöhte Konzentrationsfähigkeit und verbesserte Fähigkeit zur Entspannung
- Leichterer Umgang mit negativen Gefühlen
- Frühzeitiges Erkennen von Stresssituationen und bewusstes Wahrnehmen von Stressempfinden
- Erkennen von Handlungsalternativen
- Umsetzung von Techniken zur Stressprävention und Stressbewältigung im Alltag