Virtueller persönlicher Assistent zu werden ist einfacher, als es auf den ersten Blick scheint. Wenn du über die entsprechenden beruflichen Vorkenntnisse und Erfahrungen verfügst, kannst du wählen, wie du dich positionieren möchtest. Bist du jemand, der die Abwechslung liebt und gerne in einem breiten Feld unterstützt? Oder möchtest du als Virtual Personal Assistant mit einer bestimmten Qualifikation einsteigen, z. B. als VPA mit Schwerpunkt Online-Marketing?
Beides ist in Ordnung, aber eine Spezialisierung gibt dir ein klareres berufliches Profil und erhöht deine Chancen auf eine Anstellung. Als VPA kannst du dich auch selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen. In Online-Börsen für virtuelle Assistenten findest du eine Vielzahl potenzieller Aufträge.
Als selbstständiger virtueller Assistent, also als Freelancer, hast du die Möglichkeit, potenzielle Kunden abzulehnen, weil dir die Aufgaben nicht zusagen. Andererseits kann es auch vorkommen, dass du bei bestehenden Kunden Arbeiten übernehmen musst, die dir nicht ganz liegen.
Auf jeden Fall solltest du deinen Stundenlohn gut kalkulieren. Als Selbständiger hast du andere Kosten als ein Angestellter. Du musst für deine Krankenversicherung selbst aufkommen, du musst Krankheitszeiten selbst finanzieren, da es keine Lohnfortzahlung gibt etc. Diese Dinge müssen sich im Preis deiner Dienstleistung widerspiegeln. Außerdem musst du die Rechnung selbst ausstellen und musst nicht auf die Lohnabrechnung des Auftraggebers warten. Zudem brauchst du Zeit für die Kundenakquise. Zwar helfen dir viele Jobportale dabei, Zeit zu sparen, aber für diese Arbeit wirst du nicht bezahlt.
Entscheidest du dich für eine ortsunabhängige VPA-Stelle im Angestelltenverhältnis, hast du auch alle damit verbundenen Sicherheiten. Es gibt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz, bezahlten Urlaub etc.
Der große Vorteil beider Varianten, ob selbstständig oder als Angestellter eines Unternehmens auf Distanz, liegt in der fast unvergleichlichen Flexibilität der Arbeit. Nicht wenige Menschen denken darüber nach, virtuelle persönliche Assistenz zu werden, weil sie sich ein zeitlich und räumlich unabhängigeres Leben wünschen. Das bedeutet nicht, dass jeder VPA ein digitaler Nomade ist, aber allein die Tatsache, dass man sich die Zeit und den Ort für die Erledigung seiner Aufgaben sehr flexibel einteilen kann, ist ein großer Vorteil der Telearbeit.