Der Mitarbeiter 4.0 – Digitale Transformation 3/3

Der Mitarbeiter 4.0

 

Arbeiten 4.0, Führungskraft 4.0 – all das hatten wir uns in den letzten Tagen zum Thema gemacht. Doch das vielleicht wichtigste Glied in der Kette, der einzelne Mitarbeiter, fehlt noch. Was die Digitalisierung für den Einzelnen bedeutet, welche Chancen sie bietet und was sie aber auch einfordert, ist Thema des dritten Teils unserer Artikelserie zur digitalen Transformation.

Der Abschied vom alten Arbeitsleben

Unsere Welt ist bereits digital und wird es zunehmend mehr. Unternehmen müssen darauf reagieren und eine digitale Führungskultur herausbilden. Eine Führungskultur, die flexibler, offener und von flachen Hierarchien geprägt ist. Kurzum: Sie müssen sich von alten Standards verabschieden und für das Arbeiten 4.0 öffnen. Aber nicht nur sie. Denn wie wir in Zukunft arbeiten, geht vor allem eine Gruppe an: die Arbeitnehmer selbst. Neue Arbeitsformen, neue Ansprüche an die eigene Qualifikation und Flexibilität sowie neue Strukturen im Unternehmen erfordern keineswegs ein Abwarten. Auch Mitarbeiter sollten aktiv werden und die digitale Transformation mittragen. Das verlangt in erster Linie die Bereitschaft für Veränderungen von all jenen, die zum Mitarbeiter der Zukunft, zum Mitarbeiter 4.0, werden wollen.

 

Frisst die Digitalisierung unsere Jobs?

Die besagte Bereitschaft zur Veränderung ist längst nicht ausreichend gegeben. Derzeit sind es lediglich ca. 31 % der Gesamtbevölkerung, die einen hohen Digitalisierungsgrad aufweisen, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlichte. Im Vergleich zwischen 2013 und 2016 nahm diese Zahl sogar um zwei Prozentpunkte ab. Positiv hingegen ist die Verbesserung im mittleren Digitalisierungsgrad. Statt 38 % wie drei Jahre zuvor verfügten 2016 bereits 43 % über diesen Grad. Deutlich mehr sollten es aber sein, um ausreichend Mitarbeiter zu haben, die die digitale Transformation mitgestalten und vor allem tragen könnten. Was hemmt die Entwicklung aber? Ist es die Sorge, dass der digitale Wandel letztlich Arbeitsplätze zerstören könnte und den Menschen zunehmend überflüssig machen würde? Zahlreiche Experten sagten dies in der Vergangenheit genau so voraus. So war in der WirtschaftsWoche bereits im vergangenen Jahr zu lesen, dass allein im Handel bis 2030 etwa 900.000 Arbeitsstellen wegfallen könnten. In der industriellen Produktion seien es rund eine halbe Million Jobs. Besorgniserregende Zahlen und ein klares Gegenargument gegen den Mitarbeiter 4.0? Eben nicht, aber lassen Sie uns hierfür noch etwas tiefer ins Thema einsteigen.

 

Stressfaktor Digitalisierung?

Arbeit verändert sich, das spüren viele Arbeitnehmer bereits sehr deutlich. Veränderte Verantwortungsbereiche, größere Entscheidungsspielräume und die dadurch in erster Konsequenz höhere Arbeitsmenge werden zur Belastung. Das Problem liegt hier im Umbruch. Denn die eben genannten Anforderungen des Arbeitens 4.0 sind in vielen Unternehmen bereits angekommen, die positiven Begleitfaktoren hingegen noch nicht. So kommt es zwar bei den Beschäftigten an, dass sie nun zunehmend agiler arbeiten sollen. Miteinbezogen werden sie jedoch in den wenigsten Fällen. Der DGB veröffentlichte eine Bewertung der Arbeitsqualität in Zeiten zunehmender Digitalisierung und kam zum ernüchternden Schluss, dass nahezu alle Beschäftigten vom veränderten Arbeitsleben betroffen sind, aber nur ein Bruchteil die Veränderungen positiv bewertet. Ein weiterer Faktor, der die Motivation hin zum Mitarbeiter 4.0 hemmen könnte.

 

Die Chancen der digitalisierten Arbeitswelt

Doch es gibt auch Studien, die hier genau konträre Aussagen treffen. Die der Unternehmensberatung Boston Consulting beispielsweise, die in den nächsten zehn Jahren einen Beschäftigungszuwachs von sechs Prozent prognostiziert, wie in einer Veröffentlichung der Hans Böckler Stiftung zu lesen war. Zahlen, die aufzeigen, dass die Digitalisierung keineswegs nur Risiko ist, sondern auch Chancenbringer. Mit einem Abstrich, denn das Arbeitsleben verändert sich insofern, dass es vor allem hochspezialisierte Kräfte sein werden, die in Zukunft gesucht werden. Wer in der breiten Masse bleibt und über eine Qualifikation verfügt, die nicht aus selbiger Masse heraussticht, wird es in Zukunft schwer haben. Wer die Chancen der Digitalisierung nutzen möchte, sollte deshalb vor allem eines tun: Sich weiterbilden, spezialisieren und so letztlich zum gefragten Mitarbeiter 4.0 transformieren. Denn genau diese sind in Zukunft gefragter denn je.

 

Was bringt die digitale Transformation den Mitarbeitern?

Es ist eben nicht nur eine übergangsweise höhere Arbeitsbelastung, sondern im Endeffekt eine durchaus gute Aussicht, die die Digitalisierung den Arbeitnehmern bietet. Denn führen Unternehmen den digitalen Wandel konsequent und nicht nur im Ansatz durch, steht das Arbeiten 4.0 auch für mehr Freiheit und Flexibilität. Konkret ermöglichen neue Arbeitsformen wie das Freelancing und neue Arbeitszeitmodelle, die mit der Familie und dem Privatleben vereinbar sind als Konsequenz auch mehr Freiheit. Mitarbeiter 4.0 sind dann also nicht mehr diejenigen, die den klassischen 9-to-5-Job ausfüllen und stur abarbeiten, was von oben delegiert wurde. Sondern solche, die wesentlich freier über Arbeitszeit und Arbeitsbereiche verfügen können, die eigenverantwortlich arbeiten dürfen. Eben jene Mitbestimmung, die laut DGB derzeit noch sehr karg aufgestellt ist, ermöglicht am Ende mehr Freiheit. Denn wer Verantwortung tragen und mehr unmittelbar bestimmen darf, erfährt mehr Wertschätzung. Wer sich wertgeschätzt fühlt und nicht nur auf der untersten Stufe einer langen Hierarchienebene steht, sondern aktiv mitgestaltet, wird seinen Job wesentlich wahrscheinlicher lieben. Und genau das ist das Beste, was Arbeitnehmern und Unternehmen passieren kann. Den Beruf als Teil seines Ichs und nicht als Mittel zum Zweck des reinen Geldverdienens sehen zu können, führt zwangsläufig zu beruflichem Erfolg. Und dass dieser glücklich macht, wird kein Einziger bestreiten, der je dem Hamsterrad entkommen ist.

 

Werden Sie zum Mitarbeiter 4.0!

Alles, was Sie als Arbeitnehmer tun müssen, ist offen zu sein und aktiv zu werden. Spezialisieren Sie sich so früh wie möglich nach Ihren Interessen und Fähigkeiten und machen Sie sich zum begehrten Mitarbeiter 4.0, der den digitalen Wandel nicht nur hinnimmt, sondern aktiv vorantreibt. Es lohnt sich nicht für Ihren Arbeitgeber, sondern letztlich vor allem für Sie! Passende erfolgskurse gibt es bereits, wählen Sie Ihren Zukunftsgestalter doch einfach gleich aus.

 

 

 

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