Qualifizierungschancengesetz macht 2019 zum Jahr der Weiterbildung

Qualifizierungschancengesetz macht 2019 zum Jahr der Weiterbildung

2019 wird das Jahr der Weiterbildung und eröffnet die Chance auf einen sicheren Job und entscheidende Karriereschritte für Millionen von Menschen. Was das Gesetz bringen soll und warum 2019 damit genau dein Jahr wird, liest du hier.

Qualifizierungschancengesetz erleichtert Fördermaßnahmen

Im November 2018 wurde beschlossen, dass der Haushalt der Bundesagentur für Arbeit künftig anders aussehen wird. Und zwar entlastender für die Bürger und unterstützender für jeden, der in seine berufliche Weiterbildung investieren möchte. Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind 2019 rund 10 Milliarden Euro vorgesehen, wovon ein großer Anteil in aktive Weiterbildungsförderung fließen soll. Was so kompliziert klingt, bedeutet konkret eines:

 

2019 wird das Jahr der beruflichen Weiterbildung!“

 

Und das aus gutem Grund. Weiterbildung ist nicht nur ein nettes Plus, sondern elementar wichtig für eine sichere berufliche Zukunft. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, Annelie Buntenbach, erklärt in einer Mitteilung zum Haushaltsplan, dass Weiterbildung nicht nur für den Aufstieg zählt, sondern auch eine bedeutende Rolle spielt, wenn es darum geht einen Arbeitsplatz zu erhalten. Wann also, wenn nicht 2019 und unter diesen Voraussetzungen, kannst du deine Zukunft besser in die Hand nehmen?

 

Sicherheit und Perspektiven im Job

 

Sicherheit und Perspektiven im Job

Wie wichtig eine fortlaufende Weiterbildung ist, wissen wir nur zu gut. Denn sie nützt am Ende gleich mehreren Beteiligten:

  • Arbeitnehmern, weil sie durch neue Fähigkeiten und Fertigkeiten einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz bekommen oder erhalten können
  • Arbeitgebern, weil gut ausgebildete Mitarbeiter das größte Kapital eines Unternehmens sind
  • der Gesellschaft, weil möglichst viele Menschen mit einer sicheren und guten Stelle das ganze System stabilisieren

 

Dass der Haushalt erhöht wurde, ist also kein Zufall. Der Gesetzgeber hat erkannt, wie elementar Bildung ist und wie wichtig es bleibt, sich nicht nur einmalig auszubilden, sondern dauerhaft fortzubilden. Stichwort: lebenslanges Lernen.

 

Es gibt kein Argument gegen berufliche Bildung

War der Zugang zur Förderung beruflicher Weiterbildung bisher vor allem bestimmten Gruppen vorbehalten, öffnet das neue Qualifizierungschancengesetz die Qualifizierung nun für deutlich mehr Menschen. Dies zeigt sich konkret in Form des neuen Beratungsanspruchs. Jeder, ob arbeitslos, arbeitssuchend oder in Anstellung, hat künftig einen Anspruch auf eine fachliche Beratung zur beruflichen Weiterbildung. Zwar gibt es nach wie vor keinen Rechtsanspruch auf eine Weiterbildung und der AZAV-Bildungsgutschein bleibt eine Kann-Leistung, aber die Barrieren zur Förderung der beruflichen Qualifizierung werden deutlich reduziert. Auch das Förderprogramm WeGebAU öffnet sich und schließt künftig nicht mehr nur die Zielgruppe der 45-Jährigen und Älteren ein, sondern Arbeitnehmer unabhängig ihres Alters und ihrer Ausbildung. Eine echte Chance für Millionen von Menschen, die eine Weiterbildung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, aber trotzdem etwas tun möchten, um ihren Wert am Arbeitsmarkt zu stärken. 

  • Ich bin zu jung für eine Förderung.
  • Ich muss arbeitslos sein, um gefördert zu werden.
  • Ich muss mindestens zehn Jahre im Betrieb sein.
  • Ich bekomme nur einmal eine Weiterbildung bezahlt.
  • Ich brauche eine Ausbildung im Bereich der gewünschten Weiterbildung.

 

All diese Unsicherheiten und Hürden gelten künftig so nicht mehr, sondern weichen auf und öffnen den Weg zu beruflicher Sicherheit für zahlreiche Menschen, denen dies bisher nicht oder nur über Umwege möglich war. Das neue Qualifizierungschancengesetz richtet sich an Arbeitnehmer wie Arbeitssuchende und Arbeitslose und unterstützt sogar Unternehmen, indem die Agentur für Arbeit bei der Lohnfortzahlung während der Weiterbildungsmaßnahme einspringt. Wie hoch die Beteiligung ausfällt, hängt von der Unternehmensgröße ab. Folgende Richtwerte existieren derzeit:

  • < 10 Beschäftigte = 100 % Übernahme der Kosten
  • 10 – 25 Beschäftigte = 25 % Übernahme der Kosten
  • bis zu 250 Beschäftigte + Weiterbildungen von Mitarbeitern über 45 oder schwerbehindert = bis 100 % Übernahme der Kosten

  

Mit Know-how in die digitale Zukunft

Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen und Unternehmensprozesse, sondern stellt auch ganz neue Anforderungen an Arbeitnehmer. Automatisierte Abläufe, agile Formen der Zusammenarbeit, digitale Methodenkompetenz – all das wird zunehmend wichtig und erfasst nach und nach alle Branchen. Wer also schon heute etwas für seine sichere berufliche Zukunft tun möchte, darf seinen Fokus auf diese Dinge legen. Möglichkeiten wie Blended Learning oder E-Learning kombinieren diese beiden Stränge heute bereits sehr gut und vermitteln fachliches, aber auch methodisches und soziales Knowhow. Das spielt für Arbeitnehmer eine Rolle, aber auch Unternehmen dürfen im Bereich Qualifizierung der Mitarbeiter neue Wege gehen.

 

Gute Neuigkeiten also, die auf ein erfolgreiches 2019 für möglichst viele Menschen hoffen lassen. Wir wünschen dir, dass du deine beruflichen Ziele – vielleicht auch mithilfe einer Förderung – erreichst. Lass dich gerne beraten, denn das recht auf eine Beratung steht dir in jedem Fall zu.

 

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