Lean Methoden live erleben: Besuch der CiP Prozesslernfabrik

Lean Methoden live erleben: Besuch der CiP Prozesslernfabrik

Die Zukunft ist agil und verlangt nach schlanken Methoden in der Produktion. Im Lean Management werden diese definiert. Was künftig Normalzustand sein könnte, ist heute im Center für Industrielle Produktivität (CiP) an der TU Darmstadt bereits erlebbar. Unser Lean Management Dozent Lin Müller hat sich dort umgesehen, um seinen Teilnehmern stets aktuelle Einblicke der Branche bieten zu können. Hier im Blog erzählt er, wie die leane Zukunft in deutschen Unternehmen aussehen könnte.

 

Goldgrube Lean-Methoden

Mit Lean-Methoden können Unternehmen ihre Kennzahlen hinsichtlich Zeit, Qualität, Produktivität, Kundenzufriedenheit und Flexibilität deutlich optimieren und dadurch ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern. Die Digitalisierung und die Industrie 4.0 unterstützen diesen Ansatz zusätzlich. Denn vernetzte Systeme schaffen höhere Transparenz und fördern so den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Fundierte Kenntnisse im Lean Management sind sind also nicht nur nice to have, sondern maßgebliche Stützpfeiler einer agilen Handlungsweise in der Produktion.

 

Lösungsorientierung live trainieren

Die Technische Universität Darmstadt forscht im Sinne einer fortschrittlichen Produktion. Dabei fokussiert sich das Center für Industrielle Produktivität darauf, praktische Kenntnisse in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung zu vermitteln. Weil leane Methoden zwar bekannt sind, aber oftmals noch auf der rein theoretischen Ebene liegen, wird in der CiP Prozesslernfabrik ein Ort geschaffen, an dem Lean Management erlebbar und erlernbar ist.

 

In kleinen Gruppen lösen die Teilnehmer situationsbedingt Probleme und Aufgabenstellungen mithilfe bekannter Lean Methoden. Die gemeinsame Analyse des Ist-Zustandes und kreatives Problemlösen stehen hierbei im Vordergrund. Anhand selbst durchgeführter Produktionsprozesse lassen sich die Potenziale der Lean Management-Prinzipien erkennen. Wer hier lernt, kann sicher sein, dies auf Basis des aktuellen Forschungsstandes zu tun und praxisnahes Wissen für die Herausforderungen des Berufslebens in der Digitalisierung zu bekommen. Die Zahlen der Lernfabrik belegen dies anschaulich: Mehr als 4000 Studierende und 2000 Beschäftigte bildeten sich seit ihrer Gründung im Jahre 2007 hier weiter.

 

Lean Methoden als Innovationsmotor nutzen

 

Lean Methoden als Innovationsmotor nutzen

Mitarbeiter aus zahlreichen namhaften Industrieunternehmen nutzen die Prozesslernfabrik zum Kompetenzaufbau und dafür, die Produktion im eigenen Unternehmen gerade in einem zunehmend agilen Arbeitsumfeld effizient zu halten. Bei meinem Besuch gab es verschiedene Möglichkeit die eigene Expertise hier auszubauen. Es wurden verschiedene Schulungen und Übungen angeboten:

 

  • Just in Time (JiT)
  • Lean Machining
  • 5 S
  • Visuelles Management
  • Auditierung
  • Leistungsmanagement
  • Lean Thinking
  • Diagnose-Methoden wie Wertstromanalyse und OEE

 

Der agilen Zukunft entgegengehen

Innerhalb jedes Trainingsmoduls werden schlanke Methoden der Lean Production Schritt für Schritt erläutert und sehr anschaulich vermittelt. Und auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Neben der Prozesslernfabrik zeigen die Aufbauten in der Effizienzfabrik 4.0, der Energieeffizienz-Lernfabrik und perspektivisch in der noch in der Planung befindlichen Innovationsfabrik, wohin sich Produktionsprozessketten entwickeln und wie Unternehmen künftig energieeffizient und dabei wirtschaftlich agieren können.  

Besonders interessant war die Verknüpfung verschiedener Anwendungsbereiche. Wurde der Punkt Energieeffizienz bisher sowohl in der Fertigungstechnik als auch im Baubereich isoliert vom jeweiligen Bereich untersucht, schafft die neue Lernfabrik eine Verbindung zwischen diesen beiden Achsen und damit die Chance auf einen ganzheitlichen und nachhaltigen Einsatz von schlanken Lean Management Methoden. Ein sehr guter Ort, um sein Wissen aktuell zu halten und das eigene Unternehmen agil aufzustellen.

 

 

 

Lin Müller ist Diplom-Ingenieur, zertifizierter Six Sigma Blak Belt und Lean Management Master und weiß aus seiner beruflichen Praxis als Produktions- und Werksleiter, worauf es beim Verbesserungsmanagement ankommt und was gute Prozesse brauchen, um wirklich zu funktionieren. Als Dozent gibt er sein Fachwissen heute an seine Teilnehmer weiter und hilft diesen beim nächsten beruflichen Schritt im Bereich Prozessmanagement.

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Lin Müller ist Diplom-Ingenieur, zertifizierter Six Sigma Blak Belt und Lean Management Master und weiß aus seiner beruflichen Praxis als Produktions- und Werksleiter, worauf es beim Verbesserungsmanagement ankommt und was gute Prozesse brauchen, um wirklich zu funktionieren. Als Dozent gibt er sein Fachwissen heute an seine Teilnehmer weiter und hilft diesen beim nächsten beruflichen Schritt im Bereich Prozessmanagement.