9 unverzichtbare Fähigkeiten für die Zukunft der digitalen Arbeitswelt

9 unverzichtbare Fähigkeiten für die Zukunft der digitalen Arbeitswelt

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt viele Veränderungen mit sich. Doch nicht nur das Arbeitswerkzeug, wie unsere Maschinen und unsere Software, verändert sich, sondern auch die Anforderungen an den Menschen. In diesem Artikel erklären wir, welche neun Fähigkeiten Sie in der digitalen Arbeitswelt brauchen und warum diese für die Zukunft der Arbeit tatsächlich unverzichtbar sind.

Auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten

Der Wandel von der analogen zur digitalen Arbeitswelt ist längst in nahezu allen Branchen und Berufsbildern angekommen. Daten werden digital verarbeitet und Prozesse automatisiert. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ist es aber wichtig, nicht nur neue Programme einzusetzen, sondern die Veränderung ganzheitlich anzugehen. Neben der Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zum „Mitarbeiter 4.0“ weiterzubilden, rücken auch ganz bestimmte Fähigkeiten in den Fokus. Im diesjährigen Hochschul-Bildungsreport des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. werden diese Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft als „Future-Skills“ bezeichnet. Interessant an dieser Publikation ist vor allem die Tatsache, dass die herausgestellten Top-Fähigkeiten sich am derzeitigen Bedarf deutscher Unternehmen orientieren. Die genannten Schlüsselqualifikationen sollten Sie also kennen, wenn Sie sich bestmöglich auf Ihre Zukunft in der digitalen Arbeitswelt vorbereiten möchten.

Top-9-Fähigkeiten der beruflichen Zukunft

Im Hochschul-Bildungsreport werden die einzelnen Kompetenzen in drei großen Kategorien zusammengefasst. Diese sind:

Nicht-digitale Fähigkeiten:

Auch wenn die Digitalisierung der Arbeitswelt eine ganze Palette neuer Fähigkeiten und Kompetenzen einfordert, bleiben zahlreiche nicht-digitale Qualifikationen auch in Zukunft wichtig. Gemeint sind hierbei Fähigkeiten wie:

  • Kreativität: Ideen und Innovationen bleiben im digitalisierten Berufsleben entscheidend. Denn auch wenn Prozesse agiler werden, sind es immer Menschen mit kreativen Impulsen, die dafür sorgen, dass das Ergebnis der Prozesse, zum Beispiel ein neues Produkt, gelingt.
  • Problemlösungsfähigkeit: Automatisierte Prozesse erleichtern die Arbeit, machen den Menschen als Mitarbeiter aber nicht überflüssig. Gerade an Stellen, an denen es keine vorgefertigte Prozesskette gibt, sind Personen, die lösungsorientiert denken und handeln, entscheidend.
  • Fokus: Die digitale Arbeitswelt ermöglicht es, Vorgänge schnell anzupassen und zu optimieren. Doch gerade bei einer Vielzahl an Optionen ist es wichtig, dass Menschen fokussiert arbeiten und fokussierte Entscheidungen treffen können, um sich nicht zu verzetteln.

Digitale Fähigkeiten:

Digitale-Faehigkeiten-Digital-Literacy

Je intensiver Sie an Ihren digitalen Fähigkeiten arbeiten, umso größere Chancen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Denn Mitarbeiter ohne digitale Kernkompetenzen brauchen zeit- und kostenaufwendige Schulungen, die nicht jeder Arbeitgeber gleich zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses finanzieren möchte. Wer bereits digitale Fähigkeiten mitbringt, hat klare Vorteile. Zu den gefragtesten Future-Skills dieses Bereichs zählen:

  • Digital Literacy: Unter „Digital Literacy“ wird die Fähigkeit verstanden, digitale Inhalte zu erfassen, zu verstehen und für die jeweiligen Aufgaben zu nutzen. In unserer Arbeitswelt, in der Informationen immer häufiger digital zur Verfügung stehen, zweifellos eine wichtige Qualifikation.
  • Agilität: Agile Arbeitsweisen, zum Beispiel die Projektorganisation mit Methoden wie Scrum®, bestimmen die Zukunft der Arbeit. Unternehmen suchen zunehmend aktiv nach Mitarbeitern, die bereits Qualifizierungen wie den Scrum® Master mitbringen und nicht erst während der neuen Beschäftigung erwerben müssen.
  • Kollaboration: An sich ist die Kollaboration keine ausschließlich digitale Fähigkeit. Aufgrund der zunehmend örtlich ungebundenen Zusammenarbeit mit Kollegen nimmt die Kollaboration jedoch einen besonderen Stellenwert in der digitalen Arbeitswelt ein. Bereits in 38 % der deutschen Unternehmen arbeiten Mitarbeiter ganz oder zum Teil im Homeoffice und setzen digitale Tools zur virtuellen Zusammenarbeit ein. So nutzen viele der sogenannten Remote-Companys etwa virtuelle Meeting-Räume, um Besprechungen abzuhalten. Die Fähigkeit zur virtuellen Kollaboration wird deshalb immer wertvoller werden.

Technologische Fähigkeiten:

Neben digitalen und nicht-digitalen Fähigkeiten sind es technologische Skills, die in der digitalisierten Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielen. So suchen Unternehmen oft nach Mitarbeitern, die zusätzlich zu ihrer Fachexpertise eine oder mehrere der folgenden Skills mitbringen:

  • Datenanalyse: Vom Marketingmitarbeiter bis zum Webentwickler: Die Zukunft der Arbeit ist vom Umgang mit Daten gekennzeichnet. Wenn Sie Ihre beruflichen Chancen in Ihrem Bereich also verbessern möchten, tun Sie dies mit dieser Fähigkeit.
  • Tech-Translation: Weil nicht mehr nur Techniker selbst mit Hard- und Software arbeiten und nicht nur die Datenanalysten mit KPIs (Key Performance Indicators, also wichtigen Kennzahlen) und anderen Daten umgehen, wird die Fähigkeit, technische Sachverhalte verständlich zu erklären, immer wichtiger. Denn damit der Austausch zwischen den Abteilungen, beispielsweise während eines gemeinsamen Projektes, gelingt, sollte jeder Mitarbeiter in der Lage sein, die technischen Aspekte seines Arbeitsbereiches zu vermitteln. Gerade für Projektleiter oder Mitarbeiter an einer Schnittstelle eine entscheidende Fähigkeit.
  • Webentwicklung: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass in immer mehr Stellenanzeigen diese Fähigkeit aufgelistet wird, auch wenn es gar nicht um eine Position als Webentwickler geht? Grundlegende Kenntnisse in Programmiersprachen und in der Bearbeitung von Web-Anwendungen werden auch in Zukunft branchenübergreifend gefragt sein.

Vorteile neuer Skills in der Digitalisierung

Die Kombination aus fachlicher Expertise und methodischem Know-how ist es also, die Bewerber für Arbeitgeber heute besonders attraktiv macht. Sich auf die digitale Arbeitswelt einzustellen und persönlich weiterzuentwickeln, hat also zahlreiche Vorteile. Zum Beispiel:

  • Abheben von Mitbewerbern: Wenn auf eine interessante Position mehrere Dutzend Bewerbungen eingehen, stechen Sie heraus, wenn Sie besondere Kompetenzen nachweisen können. Dies erhöht Ihre Chancen, in die engere Auswahl zu gelangen und Ihren Wunschjob zu bekommen.
  • Zeigen von Verantwortungsbereitschaft: Wer in sich selbst, in seine fachliche und persönliche Weiterentwicklung investiert, zeigt Bereitschaft, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Sie überzeugen also nicht nur, weil Sie eine bestimmte Fähigkeit haben, sondern auch, weil Sie bereit waren, sich diese anzueignen.

Weiterentwickeln statt stehenbleiben

Wenn die Entwicklung der digitalen Arbeitswelt eines zeigt, dann dass weder die Verbesserung unserer Arbeitswerkzeuge noch wir als Menschen stehenbleiben sollten. Arbeiten bedeutet heute mehr denn je, fortlaufend in sich und seine eigenen Fähigkeiten zu investieren. Wenn Sie diese Chancen nutzen, die die Arbeit der Zukunft uns bringt, werden Sie Ihre beruflichen Ziele erreichen.

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