Um diese Frage beantworten zu können, sollten wir zunächst klären, wo genau eigentlich der Unterschied zwischen einer Fortbildung und einer Weiterbildung liegt.
Eine Fortbildung dient in erster Linie dem beruflichen Aufstieg, also dem Vorwärtskommen in deinem bisherigen Job.
Eine Weiterbildung hat nicht unbedingt etwas mit deiner derzeitigen Tätigkeit zu tun. Du eignest dir in einem neuen Bereich Kenntnisse und Fähigkeiten an. Falls du bisher nur weißt, dass du dich beruflich verändern möchtest, aber noch nicht wie, gibt es viele Ratgeber, die dir mit der Frage helfen, worauf du bei der Wahl deiner Weiterbildung achten solltest.
Um nun aber die Frage beantworten zu können, welche Fort- und Weiterbildungen in den Lebenslauf gehören, müssen zwei wesentliche Aspekte berücksichtigt werden:
Inhaltliche Relevanz
Vorab sei so viel gesagt: Grundsätzlich ist die Nennung jeder Weiterbildung empfehlenswert und auch die Erwähnung jedes Seminars, jeder Fortbildung und jedes noch so kleinen Workshops kann sinnvoll sein, wenn es darum geht, die Chancen auf den gewünschten Traumjob zu erhöhen. Schließlich zeigt dieses Engagement, dass du stets dazu bereit bist, dich weiterzubilden und Neues zu lernen.
Aber Achtung: Nicht jede Fortbildung ist für deine Bewerbung relevant. Wenn du dich beruflich neu orientieren möchtest, dann zeigt die Fortbildung in deinem alten Job zwar Engagement, bläht deinen Lebenslauf allerdings nur unnötig auf und ist für die personalverantwortliche Person für die Besetzung der Position nicht weiter wichtig.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn du dich im Personalwesen bewerben möchtest, in deinem Lebenslauf allerdings nur Fortbildungen im Bereich Vertrieb angeben hast, hilft dir das vermutlich für die Position nicht viel weiter.
Dementsprechend gilt: Je besser die Fortbildung zu der Stelle passt, auf die du dich bewerben möchtest, desto höher ist auch der Mehrwert für den potenziellen Arbeitgeber. Relevanz ist hier also das Zauberwort.
Aktualität
Personalverantwortliche werden bei deiner Bewerbung nicht nur darauf achten, ob du Fort- oder Weiterbildungen vorweisen kannst, sondern auch, wie frisch dein Wissen ist. Daher sollten die aufgeführten Zusatzqualifikationen nicht zu viele Jahre zurückliegen.
In manchen Bereichen veraltet das Wissen sogar besonders schnell: Bewirbst du dich zum Beispiel im IT-Sektor, Online-Marketing oder Steuerwesen, sammelst du mit einer Weiterbildung aus dem Jahre 2007 sicherlich keine Pluspunkte mehr. Im unglücklichsten Fall denkt die Personalerin oder der Personaler vielleicht sogar: „Oh, sein Wissen ist ja ganz schön veraltet. Der Bewerber scheint sich nicht eigeninitiativ darum zu kümmern, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das setzen wir aber bei unseren Mitarbeitern voraus.“
Daher gilt: Frage dich vor der Bewerbung immer, ob die jeweilige Weiterbildung für das Unternehmen einen Nutzen darstellen kann und wenn ja, welchen. Erst dann führe sie in deinem Lebenslauf auf.