Zum Schluss zeigst du, was das Unternehmen davon hat, wenn du die Stelle bekommst. Hier wechselst du die Perspektive: Es geht nicht mehr darum, was du kannst, sondern darum, was sich im Arbeitsalltag deines künftigen Teams durch dich verbessert. Bleibe dabei realistisch und versprich nichts, was du erst noch kennenlernen musst. Ein Satz reicht, der ruhig und konkret sagt, wo du anpacken wirst.
So kann dieser Satz in unterschiedlichen Bereichen klingen:
Einkauf: „So kann ich dafür sorgen, dass Bestellungen termingerecht ankommen und Sie bei Engpässen früh wissen, welche Alternativen es gibt.“
Marketing: „Damit kann ich Ihre Kampagnen so steuern, dass Sie am Monatsende sehen, welche Inhalte tatsächlich neue Kundinnen und Kunden bringen.“
Vertrieb: „So bleibe ich nah an Ihrer Bestandskundschaft und kann frühzeitig handeln, wenn eine Kundin oder ein Kunde unzufrieden ist.“
Projektmanagement: „Damit kann ich Ihnen die Abstimmung zwischen den Abteilungen abnehmen und Verzögerungen ansprechen, bevor sie im Statusbericht auftauchen.“
Human Resources: „So kann ich dafür sorgen, dass neue Kolleginnen und Kollegen schneller im Team ankommen und Ihre Führungskräfte weniger Zeit in die Einarbeitung stecken müssen.“
Gesundheit und Pflege: „Damit kann ich dazu beitragen, dass der Tagesablauf für die Bewohnerinnen und Bewohner verlässlich bleibt und das Pflegeteam sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren kann.“
Setzt du die vier Schritte zusammen, entsteht ein zusammenhängender Pitch. So kann das in zwei sehr unterschiedlichen Berufsfeldern klingen.
Einkauf: „Ich habe über zehn Jahre im Einkauf gearbeitet, zuletzt in der Beschaffung von Rohstoffen für die Lebensmittelproduktion. Wenn ein Liefertermin auf der Kippe steht, rufe ich beim Lieferanten an, statt auf die Rückmeldung per Mail zu warten. So weiß ich meist am selben Tag, ob wir eine Teillieferung bekommen oder umdisponieren müssen. In Ihrer Stellenanzeige habe ich gesehen, dass der Schwerpunkt auf der Abstimmung mit Lieferanten liegt. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber führe ich die Jahresgespräche mit unseren zwanzig wichtigsten Lieferanten selbst. So kann ich dafür sorgen, dass Bestellungen termingerecht ankommen und Sie bei Engpässen früh wissen, welche Alternativen es gibt.“
Gesundheit und Pflege: „Ich arbeite seit sechs Jahren in der Seniorenbetreuung, zuletzt mit Schwerpunkt auf der Begleitung von Menschen mit Demenz. Ich achte darauf, dass die Angebote zu den Menschen passen, die vor mir sitzen. Wer früher gern gesungen hat, macht bei einer Bewegungsrunde oft nicht mit, bei alten Liedern aber sofort. Sie schreiben, dass Ihnen die Tagesstruktur für Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz besonders wichtig ist. Ich gestalte in meiner jetzigen Einrichtung die Vormittagsangebote für eine Gruppe von zwölf Personen. Damit kann ich dazu beitragen, dass der Tagesablauf für die Bewohnerinnen und Bewohner verlässlich bleibt und das Pflegeteam sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren kann.“
Du siehst, dass der Pitch keine große Sache mehr ist, sobald du die vier Schritte einmal für dich durchgegangen bist und verinnerlicht hast. Er besteht aus Dingen, die du ohnehin jeden Tag tust, nur eben in eine klare Reihenfolge gebracht.