Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist ein Elevator Pitch? Eine kurze, klare Selbstvorstellung von 30 bis 60 Sekunden, in der du erklärst, wer du bist, was du besonders gut kannst und warum du zur ausgeschriebenen Stelle passt.
  • Warum ist ein guter Pitch im Vorstellungsgespräch so wichtig: Die ersten Minuten prägen den Eindruck, den dein Gegenüber von dir bekommt. Trittst du von Anfang an klar und strukturiert auf, bleiben deine Stärken besser im Gedächtnis und du zeigst, dass du gut vorbereitet bist.
  • Aufbau des Elevator Pitch: Du startest mit deiner aktuellen Situation, gehst auf deine wichtigsten Stärken ein, stellst den Bezug zur Stelle her und schließt mit deinem konkreten Nutzen für das Unternehmen.
  • Pitch vorbereiten: Nimm dir Zeit, schreibe auf, was dich auszeichnet, und übe deinen Pitch laut. Mit jedem Durchgang klingt er natürlicher und du gehst sicherer ins Gespräch.

Du hast die Einladung zum Vorstellungsgespräch für deinen Traumjob bekommen. Du hast dich gut vorbereitet, das Unternehmen recherchiert, dir Gedanken über mögliche Fragen gemacht und weißt, dass du den Job machen kannst.

Jetzt sitzt du im Bewerbungsgespräch, die ersten Minuten laufen gut und dann kommt die Aufforderung, die fast immer am Anfang steht: „Erzählen Sie doch mal etwas über sich.“

Du beginnst zu erzählen, gehst gedanklich deinen Lebenslauf und deine Checkliste für Bewerbungsgespräche durch und merkst nach ein paar Sätzen, dass kein klarer roter Faden entsteht. Du springst von einer Station zur nächsten und stellst fest, dass du nicht wirklich auf den Punkt kommst.

Damit du in solchen Momenten sicherer und klarer auftrittst, hilft eine einfache Methode: der Elevator Pitch.

Was ist ein Elevator Pitch im Vorstellungsgespräch?

Der Name Elevator (Aufzug) Pitch kommt von der Idee, dass du nur so viel Zeit hast wie eine kurze Aufzugfahrt, jemanden zu überzeugen. In 30 bis 60 Sekunden erklärst du, wer du bist, was du besonders gut kannst und warum du gut zur ausgeschriebenen Stelle passt. Du fasst dich kurz, bleibst persönlich und zeigst klar, was dich auszeichnet.

Im Vorstellungsgespräch hilft dir dieser kurze Pitch vor allem bei klassischen Bewerbungsfragen wie: „Warum sollten wir Sie einstellen?“ oder „Was bringen Sie mit, das andere Bewerbende nicht haben?“. Bist du darauf gut vorbereitet, gehst du deutlich ruhiger in das Gespräch und wirkst von Anfang an klarer und strukturierter.

Warum ist ein guter Pitch im Bewerbungsgespräch so wichtig?

Die ersten Minuten eines Vorstellungsgesprächs prägen den Eindruck, den dein Gegenüber von dir bekommt. Erklärst du von Anfang an klar, welche Fähigkeiten du mitbringst und wo du sie einsetzen kannst, wird greifbar, wofür du stehst. Deine Stärken bleiben besser im Kopf, das Gespräch entwickelt sich einfacher und du musst weniger nach Worten suchen. Bist du unsicher oder lange nicht mehr im Bewerbungsprozess gewesen, gibt dir ein gut vorbereiteter Elevator Pitch Orientierung. Du weißt, mit welchen Informationen du starten kannst, und konzentrierst dich auf das, was du in diesem Moment vermitteln willst.

Elevator Pitch Aufbau

Ein hilfreiches Prinzip aus dem Marketing zeigt, worauf es bei einem überzeugenden Pitch ankommt: die AIDA-Methode. Die vier Buchstaben stehen für Attention, Interest, Desire und Action und beschreiben, wie du dein Gegenüber Schritt für Schritt für dich gewinnst.

Attention (Aufmerksamkeit gewinnen): Der Einstieg ist der wichtigste Teil deines Pitches, denn er entscheidet, ob du die volle Aufmerksamkeit deines Gegenübers bekommst. Bedenke, dass deine Interviewerin oder dein Interviewer an einem Tag oft mehrere Gespräche führt. Im Kopf bleibt der Einstieg, der sie oder ihn am meisten beeindruckt und ihre bzw. seine Aufmerksamkeit von der ersten Sekunde an in den Bann gezogen hat. Sag in einem klaren ersten Satz, aus welchem Bereich du kommst und wie viel Erfahrung du mitbringst, damit dein Gegenüber sofort weiß, wer du bist und was in dir steckt.

Interest (Interesse wecken): Hast du die Aufmerksamkeit deines Gegenübers gewonnen, geht es jetzt darum, sein Interesse für dich zu wecken. Zeige, was dich fachlich ausmacht, und nenne die zwei oder drei deiner Qualifikationen, die für die Stelle wirklich zählen. Bleibe dabei konkret und komme schnell auf den Punkt. Am meisten überzeugst du, wenn du deine Stärken nicht nur aufzählst, sondern kurz zeigst, wie du sie im Arbeitsalltag einsetzt. So bekommt dein Gegenüber ein Bild davon, was du kannst, und will mehr über dich erfahren.

Desire (Verlangen auslösen): Jetzt soll aus Interesse der Wunsch werden, gerade mit dir zusammenzuarbeiten. Dafür wechselst du die Perspektive und zeigst, wie das Unternehmen konkret von deiner Erfahrung profitieren kann. Verbinde deinen bisherigen Werdegang mit dem, was in der Stellenanzeige steht, damit dein Gegenüber erkennt, dass du nicht nur allgemein qualifiziert bist, sondern genau auf diese Position passt. Je klarer das Bild wird, wie du das Team ergänzt und wo du im Arbeitsalltag anpackst, desto eher entsteht der Wunsch, dich an Bord zu holen.

Action (zum Handeln anregen): Zum Schluss gibst du dem Gespräch eine Richtung, statt deinen Pitch einfach ausklingen zu lassen. Beende ihn mit einem klaren Satz, der zeigt, wo du im Unternehmen loslegen willst. So weiß dein Gegenüber sofort, wie du dir deinen Platz im Team vorstellst, und kann genau dort mit der nächsten Frage einsteigen. Das hält das Gespräch in Bewegung und hinterlässt einen aktiven, engagierten Eindruck.

Damit du im Gespräch nicht ins Stocken gerätst, hilft dir eine klare Struktur, an der du dich orientieren kannst. Ein Elevator Pitch lässt sich in vier einfache Schritte aufteilen, die dir helfen, deine Gedanken zu sortieren und im richtigen Moment auf den Punkt zu kommen. Zu jedem Schritt findest du hier Elevator-Pitch-Beispielsätze, die dir zeigen, wie das in der Praxis klingen kann.

Schritt 1: Definiere dein Ziel und deine Botschaft

Starte deinen Elevator Pitch damit, wo du beruflich stehst oder was dich in deiner Laufbahn geprägt hat. Dein Gegenüber sollte innerhalb weniger Sekunden ein klares Bild davon bekommen, aus welchem Bereich du kommst und wie viel Erfahrung du mitbringst. Halte diesen Einstieg bewusst kurz, denn er ist nur die Basis für alles Weitere. Wichtiger als eine vollständige Aufzählung deiner Stationen ist, dass du dich auf den Bereich konzentrierst, der zur ausgeschriebenen Stelle passt. Hast du in verschiedenen Berufsfeldern gearbeitet, wähle den Schwerpunkt, der für diese Position am meisten Gewicht hat.

So kann dieser erste Satz in unterschiedlichen Arbeitsbereichen klingen:

Einkauf: „Ich habe über zehn Jahre im Einkauf gearbeitet, zuletzt in der Beschaffung von Rohstoffen für die Lebensmittelproduktion.“

Marketing: „Ich arbeite seit sieben Jahren im Online-Marketing und habe mich in dieser Zeit vor allem auf Content und Kampagnensteuerung spezialisiert.“

Vertrieb: „Ich bin seit acht Jahren im Vertrieb tätig und betreue seit fünf Jahren Bestandskundinnen und Bestandskunden im technischen Großhandel.“

Projektmanagement: „Ich leite seit sechs Jahren Projekte im IT-Umfeld und habe zuletzt ein Team von zwölf Personen durch eine Systemumstellung begleitet.“

Human Resources: „Ich arbeite seit neun Jahren im Personalbereich und habe in den letzten drei Jahren den Aufbau unseres Recruitings verantwortet.“

Gesundheit und Pflege: „Ich arbeite seit sechs Jahren in der Seniorenbetreuung, zuletzt mit Schwerpunkt auf der Begleitung von Menschen mit Demenz.“

Schritt 2: Bringe deine Stärken auf den Punkt

Hier beschreibst du, was dich in deiner Arbeit auszeichnet. Statt Eigenschaften aufzuzählen, zeige kurz, wie du im Arbeitsalltag vorgehst. „Ich bin teamfähig“ bleibt eine Behauptung, die jede und jeder aufstellen kann. Beschreibst du dagegen eine typische Situation und wie du damit umgehst, entsteht ein Bild, das im Kopf bleibt. Beschränke dich auf ein bis zwei Stärken, die für die ausgeschriebene Stelle wirklich relevant sind. Alles Weitere kannst du im Laufe des Gesprächs noch unterbringen.

So kann dieser Satz in unterschiedlichen Fachbereichen klingen:

Einkauf: „Wenn ein Liefertermin auf der Kippe steht, rufe ich beim Lieferanten an, statt auf die Rückmeldung per Mail zu warten. So weiß ich meist am selben Tag, ob wir eine Teillieferung bekommen oder umdisponieren müssen.“

Marketing: „Nach jeder Kampagne schaue ich mir an, welche Anzeigen tatsächlich geklickt wurden. Zuletzt hat sich gezeigt, dass unsere kürzeren Videos deutlich besser laufen als die aufwendig produzierten. Seitdem setzen wir konsequent darauf.“

Vertrieb: „Ich melde mich bei meinen Kundinnen und Kunden auch dann, wenn gerade kein Abschluss ansteht. Dadurch weiß ich früh, wo sich etwas verändert, und kann rechtzeitig ein Angebot vorbereiten.“

Projektmanagement: „Wenn ein Projekt ins Stocken gerät, hole ich die Beteiligten früh an einen Tisch, statt Statusberichte hin und her zu schicken. Meistens klärt ein Gespräch mehr als drei E-Mails.“

Human Resources: „Bei Konflikten im Team höre ich beide Seiten einzeln an, bevor ich alle zusammenhole. So kommt im gemeinsamen Gespräch nichts Überraschendes mehr auf den Tisch.“

Gesundheit und Pflege: „Ich achte darauf, dass die Angebote zu den Menschen passen, die vor mir sitzen. Wer früher gern gesungen hat, macht bei einer Bewegungsrunde oft nicht mit, bei alten Liedern aber sofort.“

Schritt 3: Die Verbindung zur Stelle

Jetzt verbindest du deine Erfahrung mit der ausgeschriebenen Position. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob dein Elevator Pitch überzeugt, denn hier zeigst du, dass du dich wirklich mit der Stelle beschäftigt hast. Lies die Stellenanzeige vorher noch einmal genau und such nach dem Punkt, der offensichtlich im Mittelpunkt steht. Meistens erkennst du ihn daran, dass er weit oben steht oder mehrfach auftaucht. Genau diesen Punkt greifst du auf und stellst die Verbindung zu deiner eigenen Erfahrung her.

So kann dieser Satz in unterschiedlichen Berufsfeldern klingen:

Einkauf: „In Ihrer Stellenanzeige habe ich gesehen, dass der Schwerpunkt auf der Abstimmung mit Lieferanten liegt. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber führe ich die Jahresgespräche mit unseren zwanzig wichtigsten Lieferanten selbst.“

Marketing: „Sie schreiben, dass Sie den Social-Media-Bereich stärker ausbauen wollen. Ich betreue aktuell drei Kanäle mit zusammen rund 40.000 Followerinnen und Followern und habe die Reichweite im letzten Jahr etwa verdoppelt.“

Vertrieb: „In der Anzeige steht, dass es vor allem um den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen geht. Ich betreue aktuell rund sechzig Bestandskundinnen und Bestandskunden und habe den Umsatz in diesem Segment im letzten Jahr um zwölf Prozent gesteigert.“

Projektmanagement: „Sie suchen jemanden, der Projekte über mehrere Abteilungen hinweg koordiniert. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber führe ich vier Teilprojekte mit Beteiligten aus IT, Vertrieb und Produktion zusammen.“

Human Resources: „In Ihrer Ausschreibung geht es unter anderem darum, den Onboarding-Prozess neu aufzustellen. Ich habe bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen Einarbeitungsplan für die ersten 90 Tage eingeführt, den inzwischen alle Abteilungen nutzen.“

Gesundheit und Pflege: „Sie schreiben, dass Ihnen die Tagesstruktur für Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz besonders wichtig ist. Ich gestalte in meiner jetzigen Einrichtung die Vormittagsangebote für eine Gruppe von zwölf Personen.“

Schritt 4: Dein Nutzen

Zum Schluss zeigst du, was das Unternehmen davon hat, wenn du die Stelle bekommst. Hier wechselst du die Perspektive: Es geht nicht mehr darum, was du kannst, sondern darum, was sich im Arbeitsalltag deines künftigen Teams durch dich verbessert. Bleibe dabei realistisch und versprich nichts, was du erst noch kennenlernen musst. Ein Satz reicht, der ruhig und konkret sagt, wo du anpacken wirst.

So kann dieser Satz in unterschiedlichen Bereichen klingen:

Einkauf: „So kann ich dafür sorgen, dass Bestellungen termingerecht ankommen und Sie bei Engpässen früh wissen, welche Alternativen es gibt.“

Marketing: „Damit kann ich Ihre Kampagnen so steuern, dass Sie am Monatsende sehen, welche Inhalte tatsächlich neue Kundinnen und Kunden bringen.“

Vertrieb: „So bleibe ich nah an Ihrer Bestandskundschaft und kann frühzeitig handeln, wenn eine Kundin oder ein Kunde unzufrieden ist.“

Projektmanagement: „Damit kann ich Ihnen die Abstimmung zwischen den Abteilungen abnehmen und Verzögerungen ansprechen, bevor sie im Statusbericht auftauchen.“

Human Resources: „So kann ich dafür sorgen, dass neue Kolleginnen und Kollegen schneller im Team ankommen und Ihre Führungskräfte weniger Zeit in die Einarbeitung stecken müssen.“

Gesundheit und Pflege: „Damit kann ich dazu beitragen, dass der Tagesablauf für die Bewohnerinnen und Bewohner verlässlich bleibt und das Pflegeteam sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren kann.“

Setzt du die vier Schritte zusammen, entsteht ein zusammenhängender Pitch. So kann das in zwei sehr unterschiedlichen Berufsfeldern klingen.

Einkauf: „Ich habe über zehn Jahre im Einkauf gearbeitet, zuletzt in der Beschaffung von Rohstoffen für die Lebensmittelproduktion. Wenn ein Liefertermin auf der Kippe steht, rufe ich beim Lieferanten an, statt auf die Rückmeldung per Mail zu warten. So weiß ich meist am selben Tag, ob wir eine Teillieferung bekommen oder umdisponieren müssen. In Ihrer Stellenanzeige habe ich gesehen, dass der Schwerpunkt auf der Abstimmung mit Lieferanten liegt. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber führe ich die Jahresgespräche mit unseren zwanzig wichtigsten Lieferanten selbst. So kann ich dafür sorgen, dass Bestellungen termingerecht ankommen und Sie bei Engpässen früh wissen, welche Alternativen es gibt.“

Gesundheit und Pflege: „Ich arbeite seit sechs Jahren in der Seniorenbetreuung, zuletzt mit Schwerpunkt auf der Begleitung von Menschen mit Demenz. Ich achte darauf, dass die Angebote zu den Menschen passen, die vor mir sitzen. Wer früher gern gesungen hat, macht bei einer Bewegungsrunde oft nicht mit, bei alten Liedern aber sofort. Sie schreiben, dass Ihnen die Tagesstruktur für Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz besonders wichtig ist. Ich gestalte in meiner jetzigen Einrichtung die Vormittagsangebote für eine Gruppe von zwölf Personen. Damit kann ich dazu beitragen, dass der Tagesablauf für die Bewohnerinnen und Bewohner verlässlich bleibt und das Pflegeteam sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren kann.“

Du siehst, dass der Pitch keine große Sache mehr ist, sobald du die vier Schritte einmal für dich durchgegangen bist und verinnerlicht hast. Er besteht aus Dingen, die du ohnehin jeden Tag tust, nur eben in eine klare Reihenfolge gebracht.

Typische Fehler im Bewerbungsgespräch und wie du sie vermeidest

Im Vorstellungsgespräch prägen die ersten Minuten den Eindruck, den dein Gegenüber von dir bekommt. Besonders wenn dir die Stelle wichtig ist, kann die Anspannung dazu führen, dass du ausführlich zu erzählen beginnst, gedanklich deinen Lebenslauf durchgehst und dabei den roten Faden verlierst.

Deine Antwort wird zu lang, springt zwischen verschiedenen Stationen hin und her und bleibt am Ende trotzdem unklar. Dazu kommen allgemeine Aussagen wie „Ich bin teamfähig“ oder „Ich arbeite strukturiert“, ohne dass deutlich wird, was das für das Unternehmen bedeutet. Gleichzeitig bleibt offen, warum deine Erfahrung gut zu der ausgeschriebenen Stelle passt.

Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn du deinen Elevator Pitch vorher ein paar Mal in Ruhe übst. Du hast eine klare Struktur im Kopf und kannst dich im Gespräch daran entlangarbeiten. Das sorgt dafür, dass deine Antwort verständlich bleibt und dein Gegenüber dir gut folgen kann.

In international arbeitenden Unternehmen kann es vorkommen, dass das Gespräch zwischendurch ins Englische wechselt. Bist du darauf nicht vorbereitet, kann dich das schnell aus dem Konzept bringen. Übe deinen Elevator Pitch deshalb auch auf Englisch, damit du auch in einer solchen Situation weißt, was du sagen willst, und souverän bleibst.

Wann du deinen Elevator Pitch einsetzen kannst

Es gibt immer wieder Situationen, in denen du dich kurz und prägnant vorstellen musst, nicht nur im persönlichen Bewerbungsgespräch. In einem Telefoninterview, einem Online-Vorstellungsgespräch, auf einer Karrieremesse oder bei einer Initiativbewerbung hilft dir ein vorbereiteter Pitch dabei, von Anfang an einen klaren und souveränen Eindruck zu hinterlassen.

Wie du deinen eigenen Pitch vorbereitest

Bevor du deinen Elevator Pitch formulierst, nimm dir Zeit und überlege, was dich in deiner Arbeit auszeichnet.

  • Welche Aufgaben kannst du besonders gut?
  • Womit hast du in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt?
  • Und was davon passt zu der Stelle, auf die du dich bewirbst?

Schreibe dir deine Antworten einmal in Ruhe auf. Du wirst überrascht sein, wie viel du täglich leistest und längst als selbstverständlich ansiehst. Frage auch Kolleginnen und Kollegen oder Freundinnen und Freunde, wie sie dich im Arbeitsalltag erleben. Von außen werden deine Stärken schneller sichtbar.

Sobald du für dich klar benennen kannst, welche Stärken du mitbringst, fällt das Formulieren des Pitches deutlich leichter. Sprich deine Notizen laut für dich, vor dem Spiegel oder vor einer vertrauten Person, und hole dir ehrliches Feedback. Mit jedem Übungsdurchgang klingt er natürlicher und du gehst sicherer ins Gespräch.

Auch im eigenen Unternehmen kann dir ein Elevator Pitch helfen. Bewirbst du dich auf eine neue Position oder führst ein internes Vorstellungsgespräch, kannst du deine Entwicklung und deine Ziele überzeugend vermitteln.

Fazit: Nutze deinen Elevator Pitch, um zu überzeugen

In einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch geht es darum, dass dein Gegenüber sofort versteht, welche Stärken du mitbringst und warum du zur ausgeschriebenen Stelle passt.

Ein gut vorbereiteter Elevator Pitch hilft dir, diese Informationen mit einem roten Faden in kurzer Zeit zu vermitteln. Du weißt, womit du einsteigst, verlierst dich nicht in Details und kannst gezielt auf Bewerbungsfragen eingehen, weil du deinen eigenen Schwerpunkt kennst.

Nimm dir am Anfang etwas Zeit, schreibe auf, was dich auszeichnet, und sprich deinen Pitch mehrmals laut. Mit jedem Durchgang wirst du sicherer und merkst, dass du mehr Qualifikationen mitbringst, als dir im ersten Moment vielleicht bewusst war.

FAQs zum Elevator Pitch

Dein Elevator Pitch sollte so kurz sein wie eine Aufzugfahrt, also etwa 30 bis 60 Sekunden. Entscheidend ist aber weniger die genaue Länge als der Fokus, damit dein Gegenüber dir problemlos folgen kann. Beschränkst du dich auf die wichtigsten Punkte und erzählst nicht deinen gesamten Lebenslauf, bleibt deine Antwort greifbar. Wird dein Pitch zu lang, verlierst du schnell den roten Faden, dein Gegenüber steigt gedanklich aus und die eigentliche Aussage geht unter.

Dein Pitch funktioniert dann gut, wenn deine Interviewpartnerin oder dein Interviewpartner sofort versteht, wer du bist, welche Kenntnisse und Fähigkeiten du mitbringst und warum du zur ausgeschriebenen Stelle passt. Du startest mit deiner aktuellen Situation, gehst dann auf deine wichtigsten Stärken ein und stellst den Bezug zur Position oder zum Unternehmen her. Am Ende schließt du mit einem kurzen, offenen Satz und gibst deinem Gegenüber einen klaren Anknüpfungspunkt für die nächste Frage. So entsteht eine klare, nachvollziehbare Abfolge, der dein Gegenüber leicht folgen kann.

Immer dann, wenn du dich kurz vorstellen sollst, gibt dir dein Pitch eine klare Struktur für den Einstieg. Das kann ein erstes Telefoninterview sein, ein Online-Vorstellungsgespräch, ein persönliches Gespräch vor Ort oder auch ein internes Bewerbungsgespräch. Im klassischen Jobinterview ist der typische Moment der Einstiegssatz: „Erzählen Sie doch mal etwas über sich.“ Hier hast du die Gelegenheit, dich in 30 bis 60 Sekunden vorzustellen und das Gespräch in eine Richtung zu lenken, die zu dir passt. Auch auf Karrieremessen oder bei Netzwerkveranstaltungen hilft dir dein Elevator Pitch, leichter ins Gespräch zu kommen und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Im Gespräch merkst du selbst, wenn deine Antwort nicht richtig funktioniert. Du startest gut, verlierst dich dann aber in Details und kommst am Ende nicht mehr wirklich zum Punkt. Ein anderes Problem ist, dass der Pitch zu allgemein bleibt. Dein Gegenüber hört viele Aussagen, kann sie aber nicht richtig einordnen oder mit der angebotenen Stelle verbinden. Formulierst du deinen Pitch vorab mehrmals laut, fällt dir schnell auf, wo du abschweifst oder unkonkret bleibst. Mit einer klaren Struktur und wenigen Schwerpunkten wird deine Antwort greifbarer und lässt sich leichter einordnen.

Bewirbst du dich bei einem international tätigen Unternehmen oder beinhaltet die Stelle Kontakt mit englischsprachigen Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern, solltest du deinen Elevator Pitch auch auf Englisch vorbereiten. In manchen Interviews wird bewusst getestet, wie spontan du reagieren kannst. Wechselt das Bewerbungsgespräch plötzlich ins Englische, bist du mit einem vorbereiteten Pitch auf der sicheren Seite und kannst ruhig und klar antworten.

Wenn du am Anfang deiner beruflichen Laufbahn stehst, geht es im Elevator Pitch darum, zu zeigen, wofür du dich interessierst, womit du dich bereits beschäftigt hast und wohin du dich entwickeln möchtest. Projekte, Praktika oder Schwerpunkte aus deiner Ausbildung sind dafür eine sehr gute Grundlage und zeigen, welche Kenntnisse du mitbringst. Wird zusätzlich deutlich, dass du dich mit der Stelle beschäftigt hast und weißt, wie du deine Fähigkeiten in der ausgeschriebenen Position einbringen kannst, hinterlässt du auch ohne langen Lebenslauf einen starken Eindruck.

Schreibe deinen Pitch zuerst in Ruhe auf, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was du sagen möchtest. Dann sprich ihn mehrmals laut und nimm dich dabei ruhig mit dem Handy auf. Hörst du dir die Aufnahme an, merkst du schnell, welche Formulierungen noch nicht rund klingen und wo du nachschärfen kannst. Übe deinen Pitch auch vor dem Spiegel, bis du dich sicher fühlst und nicht mehr überlegen musst, was als Nächstes kommt. Achte darauf, dass du deinen Text natürlich formulierst, so wie du in einem Gespräch auch reden würdest. Beobachte dabei auch deine Körpersprache, denn eine aufrechte Haltung, ruhige Gesten und Blickkontakt verstärken deinen Auftritt genauso wie die richtigen Worte.

Hole dir zusätzlich Feedback von einer vertrauten Person und frage ruhig direkt: „Würdest du mich für die Position einstellen?“ Die Antwort darauf ist oft ehrlicher und hilfreicher als allgemeines Feedback. Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl dafür, welche Version gut funktioniert, und kannst je nach Gespräch etwas variieren. Je öfter du deinen Pitch übst, desto natürlicher klingt er und desto sicherer gehst du ins Gespräch.