Ziele mit der SMART-Formel besser erreichen: So geht’s

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Sicher kennst du sie auch, die Ziele, die am Anfang so verlockend wirkten und dann doch nie umgesetzt wurden. Und sicher hast du dich darüber schon mal geärgert. Mithilfe dieses Beitrags kannst du Schluss mit dem Ärger machen, denn wir zeigen dir eine praktische Formel, die dir enorm beim Erreichen deiner Ziele helfen kann.

 

Warum Ziele setzen allein nicht reicht

Das Paradebeispiel für ein Ziel bzw. die Absicht dieses endlich zu erreichen, ist der Neujahrsvorsatz. Jahr für Jahr nehmen sich Millionen Menschen zum Jahresende vor, im neuen Jahr etwas zu verändern, und setzen sich damit ein Ziel. Laut Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der DAK fassten im vergangenen Jahr rund 37 % der Deutschen einen Vorsatz für 2019. Lediglich die Hälfte verfolgte diesen Vorsatz auch drei Monate später noch. Der Rest hatte sein Ziel aufgegeben. Doch, woran liegt das? Warum erreichen Menschen gesetzte Ziele so oft nicht? Warum geben sie frühzeitig auf? Oliver Herbig, Gründer der karriere tutor GmbH und langjähriger Leadership-Dozent, sieht die Gründe in einer mangelnden Fokussierung. „Viele haben nur eine vage Vorstellung davon, was sie erreichen möchten. Wenn sie aber konkretisieren, was genau ihr Ziel ist, und sich auf dieses fokussieren – dazu gehört auch, über Durststrecken hinweg dranzubleiben –, werden sie erfolgreich sein“ erklärt er. Auch das Verlangen, ein Ziel zu erreichen, spiele eine große Rolle. Denn nur, wer „ein wirklich tiefgehendes Verlangen und ein starkes ‚Warum‘ in sich“ trage, habe die Chance, wirklich bis zu seinem Ziel zu gelangen, sagt Oliver Herbig.

 

Tools zur Zielumsetzung

Im Bereich des Coachings, der Persönlichkeitsentwicklung und auch im Projektmanagement gibt es heute viele Tools, die dabei helfen können, die eigenen Ziele zu erreichen. Ein Tool ist beispielsweise das Vision Board, mit dessen Hilfe Menschen ihre Ziele klar visualisieren und damit greifbarer machen können. Auch die Methode des Mindmappings basiert darauf, die eigenen Ziele zu visualisieren. Mithilfe einer Grafik, aus der zunächst das Endziel und schließlich davon abzweigend kleine Zwischenziele bildlich dargestellt werden, sollen Ziele besser erreicht werden können. Eine Methode, mit der vor allem im Projektmanagement geplant wird, ist die SMART-Formel. Sie basiert auf dem Grundgedanken, dass Ziele umso wahrscheinlicher erreicht werden, je konkreter und messbarer sie formuliert sind.

 

Grundkonzept der SMART-Formel

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DIE SMART-Formel gehört zu den wohl bekanntesten Tools zur Zielerreichung. Doch weil es nicht ausreicht, sie zu kennen, sondern sie dich nur unterstützen kann, wenn du sie auch richtig anwendest, möchten wir sie in diesem Beitrag mithilfe eines Beispiels konkret erklären.

Kommen wir zunächst zum Grundkonzept der SMART-Formel. Die fünf Buchstaben stehen für:

S: Spezifisch

M: Messbar

A: Attraktiv

R: Realistisch

T: Terminiert

Ziele sollen also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Das allein hilft im konkreten Fall leider nur bedingt weiter. Machen wir es also konkreter, damit du dein nächstes Ziel auch wirklich erreichst, und gehen dafür die einzelnen Schritte detailliert durch. Dabei werden die Ziele im Präsens (in der Gegenwart) formuliert, also so, als wären sie bereits erreicht.

 

1. Schritt: Formuliere ein spezifisches Ziel.

Ziele können ganz unterschiedlich formuliert werden. Zum besseren Verständnis stellen wir eine unspezifische und eine spezifische Formulierung gegenüber.

Unspezifisch: „Ich habe einen besseren Job.“

Spezifisch: „Ich bin Leitung des Entwickler-Teams.“

Wo liegt der Unterschied? Im Gegensatz zur sehr vagen Formulierung, die alle möglichen Szenarien erlauben würde, formt sich bei der spezifischen Zielformulierung ein klares Bild. Und eine klare Visualisierung ist immer der erste Schritt zum Erfolg.

 

2. Schritt: Setze dir ein messbares Ziel.

Auch hier gibt es wieder Unterschiede in der möglichen Formulierung.

Nicht messbar: „Ich habe mehr Verantwortung im Job.“

Messbar: „Ich trage Verantwortung für zehn Mitarbeiter.“

Das gleiche Prozedere wie oben: Verantwortung allein kann ganz unterschiedlich aussehen. Teamleitung von zehn Mitarbeitern zu sein, erzeugt aber ein sehr konkretes Bild in deiner Vorstellung. Vergib deshalb, wann immer möglich, eine feste Bezugsgröße für das gesetzte Ziel und mach es messbar.

 

3. Schritt: Wähle ein attraktives Ziel

Je attraktiver dir dein Ziel erscheint, umso eher wirst du die Motivation aufbringen und dranbleiben, wenn es an die Umsetzung geht. Aber wie formulierst du ein attraktives Ziel? Zum Beispiel, indem du das Erreichen des Ziels mit einer positiven Folge verbindest.

Nicht attraktiv: „Ich bin Teamleiter.“

Attraktiv: „Ich bin Teamleiter und deshalb maßgeblich für den Teamerfolg verantwortlich.“

Erfolgserlebnisse, die aufgrund deiner Leitungsfunktion entstehen, motivieren dich zusätzlich, weil sie aus dem eher sachlichen Ziel ein emotionales machen. Emotionen wiederum verstärken den Wunsch, das angestrebte Ziel auch tatsächlich zu erreichen.

 

4. Schritt: Setze dir realistische Ziele.

Ziele dürfen groß, sollten aber realistisch sein. Am Beispiel siehst du, was wir damit meinen:

Unrealistisch: „Ich bin Teamleiter und übernehme zusätzlich die Verantwortung für die Tochterfirmen in zehn Ländern.“

Realistisch: „Ich bin Teamleiter und verantworte zudem die Belange der Tochterfirma in Irland.“

Letzteres ist ein durchaus realistisches Ziel, das du erreichen kannst. Die realistische Formulierung erleichtert es dir, tatsächlich in die Umsetzung zu kommen.

 

5. Schritt: Terminiere deine Ziele

Vorsätze sehen oft Jahr für Jahr gleich aus und haben nur eine sehr vage Terminierung. „Im neuen Jahr“ ist zu schwammig und sorgt dafür, dass du dein Ziel immer wieder verschiebst. Wenn du hingegen ein klares Zieldatum vor Augen hast, kontrollierst du dich selbst und deinen Erfolg deutlich leichter. In eine Formulierung gepackt kann das so aussehen:

Unterminiert: „Ich bin bald Teamleiter.“

Terminiert: „Ich bin am 31.03. nächsten Jahres Teamleiter.“

Setzen wir nun alle fünf Schritte zusammen, ergibt sich ein SMART formuliertes Ziel:

„Ich bin am 31.03. nächsten Jahres Teamleiter mit Verantwortung für zehn Mitarbeiter und die Tochterfirma in Irland. In meiner Funktion trage ich maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.“

 

Ziele endlich erfolgreich umsetzen

Nun bist du dran! Nutze die einzelnen Schritte der SMART-Formel für deinen eigenen Erfolg. Viele weitere hilfreiche Tools und eine erprobte Anleitung, wie du deine wahren Ziele herausfinden kannst, haben wir in unserem neuen Buch „Du bist der Change“ gesammelt. Hier bekommst du alle Infos zum Erfolgsratgeber.

Welche Tools du auch für dich nutzen magst: Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Umsetzung!

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