Strategisches Content Marketing: Was ist das und wie setzt du es richtig ein?

Strategisches Contentmarketing

 

Auf der CMCx stellte Mirko Lange sein Konzept für ein besonders leistungsstarkes Content Tool vor. Was das von ihm entwickelte Scrompler kann und worauf es beim strategischen Content Marketing überhaupt ankommt, erklären wir dir in diesem Artikel.

Verschiedene Arten der Contentplanung

Wenn du Content, also deine Inhalte, planst, gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten. Mirko Lange unterscheidet die folgenden zwei Arten:

  • instrumentelle Contentplanung
  • strategische Contentplanung

 

Beim instrumentellen Content Marketing entsteht ein ständiger Kreislauf. Aus einer kreativen Idee folgen einzelne Formaten oder Kampagnen, die einem kurzfristigen taktischen Ziel dienen, z. B. Follower generieren. Aus diesem Ziel geht wieder eine neue kreative Idee hervor usw.

Beim strategischen Content Marketing hingegen denkst du deutlich langfristiger und betrachtest nicht nur einzelne Formate, sondern mehrere Kommunikationskanäle. Es entsteht eher ein großes Gesamtbild, weil du deine Zielgruppe mit einer zentralen Story langfristig erreichen möchtest. Eines der großen Ziele des strategischen Content Marketings ist zum Top of Mind in deiner Branche zu werden, also zu dem Anbieter, den Menschen an erster Stelle nennen, wenn sie nach deiner Dienstleistung oder deinem Produkt befragt werden. Im Vergleich instrumentelles Content Marketing vs. strategisches Content Marketing geht es hier also nicht um ein kurzfristiges Ziel, sondern um den langfristige Expertenstatus sowie nachhaltiges Vertrauen und eine höhere Online- Sichtbarkeit.

 

Wie funktioniert strategisches Content Marketing?

 

Wie funktioniert strategisches Content Marketing?

Strategisches Content Marketing basiert auf SMART Goals und verfolgt eine Vision. Die Core Story bzw. Content Story und deine Zielgruppensegmente in Form von Personas bilden die Basis. Eine Story ist der USP (Alleinstellungsmerkmal) schlechthin – selbst wenn die Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr zu differenzieren sind – wird Unternehmensausstrahlung (digitale Identität) zum emotionalen Sympathieträger. Menschen erkennen ihr Leben an und in Geschichten – genetisch bedingt und unbewusst. Erzeugt ein Unternehmen Emotionen, weckt es Mitgefühl und baut eine digitale Beziehung auf.

Aber durchlaufen wir zunächst gemeinsam die Stufen des strategischen Content Marketings:

1. Content: Du produzierst Inhalte für deine Kunden.

2. Reichweite: Nach der Contentproduktion wird dieser über mehrere Kanäle verteilt, um die Reichweite und Sichtbarkeit der eigenen Marke zu erhöhen.

3. Aufmerksamkeit: Die höhere Reichweite erzeugt eine höhere Aufmerksamkeit – Menschen bemerken deine Botschaft.

4. Engagement: Dein Content wird nicht nur wahrgenommen, sondern er löst Interaktionsbereitschaft aus. Deine Zielgruppe teilt deine Beiträge oder kommuniziert mit deinem Unternehmen. Bereits an dieser Stelle ist aus deinem Input (Content) und dem ersten Output (Reichweite und Aufmerksamkeit) der erste Outcome geworden.

5. Markenvertrauen: Da du kontinuierlich guten und relevanten Content lieferst, wächst das Vertrauen der Menschen in dein Angebot.

6. Top of Mind: Hier hast du dich bereits etabliert und als langfristig zuverlässiger und kompetenter Anbieter in deiner Branche gezeigt. Nun verbindet deine Zielgruppe dich und dein Unternehmen mit deinen Themen.

7. Markenpräferenz: An dieser Stelle steuerst du bereits genau auf dein Ziel zu, denn durch dein strategisches Content Marketing hast du in deiner Zielgruppe eine Markenpräferenz für dein Unternehmen ausgelöst. Sie bevorzugen dich, weil du kompetent, zuverlässig und sympathisch wirkst.

8. Unternehmenserfolg: Du hast das Ziel des strategischen Content Marketings erreicht und generierst durch deinen Content mehr Umsatz und mehr Gewinn.

 

Content Marketing – Contentplanung

 

Wie kontrolliere ich, ob mein Content Marketing erfolgreich ist?

Du siehst, dass strategisches Content Marketing verschiedene Ebenen hat. Um sicherzugehen, dass diese Wertschöpfungskette auch genau deine definierten Ziele erreicht, hast du verschiedene Möglichkeiten, die Wirksamkeit zu überprüfen. Hier liefert Mirko Lange einige Anhaltspunkte. Anhand der KPIs, also anhand ermittelter Messgrößen, die ins Verhältnis zu Zielen gesetzt werden, kannst du direkt nachverfolgen, ob dein Content gelesen wird, wie hoch die Zugriffszahl auf ihn ist, wie viele Backlinks du generieren konntest, wie viele Direktanfragen eingehen etc. Die Kunst besteht darin die richtigen KPIs für die einzelnen Content Assets festzulegen, um den Erfolg von Content Marketing permanent zu messen.

 

So wird dein Content Marketing erfolgreich

Strategisches Content Marketing bietet viele Möglichkeiten, dein Ziel möglichst gut zu realisieren. Mirko Lange unterscheidet hier zwischen den drei Säulen:

  • Inszenierung
  • Distribution
  • Substanz

 

Diese tauchen in unterschiedlicher Gewichtung im Prozess des Content Marketings auf. Ist dein Ziel beispielsweise, die Bekanntheit deiner Marke zu erhöhen, wirst du vor allem auf Distribution setzen; geht es dir vorrangig darum, deine Reputation zu stärken, rückt die Substanz in den Vordergrund und wird im Content primär platziert. Je nach Ziel spielt eine der drei Säulen die Hauptrolle und wird verstärkt eingesetzt.

 

Reicht klassisches Marketing noch aus?

 

Reicht klassisches Marketing nicht mehr aus?

Strategisches Content Marketing ist die Evolution des klassischen Marketings. Denn herkömmliche Werbung funktioniert immer weniger und erreicht die oben genannten Ziele nicht mehr. Gerade als Online Marketing Manager/in wirst du wissen, dass Werbung digital ganz anders funktioniert als es jahrzehntelang im Printbereich der Fall war.

Wir brauchen laut Lange entlang des gesamten Conversion Funnels bzw. entlang der Customer Journey strategisches Content Marketing, um unsere Interessenten zu Kunden zu machen. Am Top of the Funnel (TOFU), zum Beispiel, wenn ein User auf deinen Eintrag in den Suchergebnissen (SERPs) klickt, schaffst du erste Ideen. Daraus generiert sich in der Wertschöpfungskette Awareness und schafft im Middle of the Funnel (MOFU), z.B. beim anschließenden Besuch deiner relevanten Landingpage, Vertrauen. Der User sieht, dass er hier bekommt, was er sucht und wertet dies positiv. Schließlich überzeugt ihn ein dort platzierter Conversionlink am Bottom of the Funnel (BOFU) zum Kauf. An der letzten Stelle sieht Mirko Lange den Support Content, der vor allem die Kundenzufriedenheit sicherstellen soll und langfristige Kundenbindung erzeugt. Wichtig ist laut Lange, dass alle Ebenen ineinander greifen und nicht losgelöst voneinander funktionieren können.

 

Wie koordiniere ich mein strategisches Content Marketing?

An dieser Stelle schließt sich der Kreis, denn wenn du verstehst, wie wichtig jede Säule deines strategischen Content Marketing ist, wirst du schnell zur Frage kommen, wie du das alles unter einen Hut bekommen kannst. Genau hierauf liefert ein Content-Tool, wie das anfangs erwähnte Scrompler von Lange selbst, die Antwort. Für Kleinunternehmer und Blogger ist dieses übrigens kostenlos erhältlich.

Wenn du ernsthaft Content Marketing im Team betreiben möchtest, kann dir ein durchdachtes Content-Tool enorm dabei helfen und dich entlasten. Und auch die Zusammenarbeit zwischen den am Content-Erstellungsprozess beteiligten Personen optimieren. Durch die implementierten Themen und Redaktionspläne auf der Basis einer Core Story und festgelegten Zielen haben alle ihm Team eine strategischen Layer. Jeder weiß, was zu tun ist und alle Griffe zahlen auf die Core Story ein.

Komm mit in die Welt des strategischen Content Marketings – durchdachte Inhalte wirken anziehend auf deine User, steigern die Sichtbarkeit, machen dich zum Experten und zahlen auf das Vertrauen in dein Unternehmen ein – ein guter Schritt für nachhaltige Rankings.

Stefanie Wachowiak

Marketingexpertin Stefanie Wachowiak kennt die Branche seit mehr als 20 Jahren. Sie erlebte die Entwicklung vom klassischen hin zum Online-Marketing und hat sich auf die Bereiche Online- und Content-Marketing spezialisiert. Als Dozentin ist es ihr wichtig, mit Empathie und Teamgeist die Freude am Marketing zu wecken und jedem Teilnehmer aufzuzeigen, wie vielseitig die eigenen beruflichen Möglichkeiten innerhalb des Marketings sein können.