Einstellungssache: Warum der Schlüssel zum Erfolg in Ihrem Kopf liegt

Warum der Schlüssel zum Erfolg in Ihrem Kopf liegt

 

Positives Denken soll ja der vielversprechendste Schlüssel zum Erfolg sein. Ganz unbeteiligt ist es tatsächlich nicht, das sehen wir genauso. Und zwei Beispiele aus dem täglichen Leben zeigen, wieso das so ist.

Der Tag ist schon gelaufen, oder?

Machen Sie mit uns eine kleine gedankliche Reise. Die kostet nichts außer einem kurzen Augenblick, bringt Sie Ihrem Schlüssel zum Erfolg aber spürbar näher. Stellen wir uns gemeinsam einen typischen Morgen vor. Es muss nicht einmal der klischeebehaftete und sicher schon millionenfach zum Teufel gejagte Montagmorgen sein – nehmen wir einen Mittwoch! Mittwochmorgen, sechs Uhr ist unser Ausgangspunkt. Die gleiche Stadt, die gleiche Uhrzeit und der gleiche Job: Zwei Vertriebsleiter stehen auf und machen sich fertig für den Tag. Nennen wir sie André und Andrea, es ist aber völlig egal, wie sie heißen. Entscheidend ist ein anderes Detail.

Vertriebsleiter André hört das Weckerklingeln und schält sich etwas missmutig aus dem Bett. Auf dem Weg ins Bad begegnet ihm seine vollpubertierende 14-jährige Tochter, die sofort eine Diskussion lostritt. Worüber ist egal, typische Teenager-Konfrontation am Morgen eben. André schafft es schließlich sich zu duschen, einen Kaffee zu trinken und zur S-Bahn aufzubrechen. Doch seine Laune, vom Disput mit der Tochter noch nicht ganz erholt, sinkt ins Bodenlose, als die S-Bahn gerade vor seiner Nase abfährt. Fluchend setzt André einen Schritt zurück und wartet auf die nächste Bahn, die in zehn Minuten erwartet wird.

Machen wir einen Sprung zurück, denn auch für Andrea begann Punkt sechs der Tag. Sie stand auf und widmete sich erst einmal einer kleinen Yoga-Übung, um gut in den neuen Tag zu starten. Sie frühstückte noch schnell mit ihrem Mann und den beiden Kindern, machte sich fertig für die Arbeit und verließ mit den Kids gemeinsam das Haus. An der S-Bahn trennten sich ihre Wege, Andrea verabschiedete die Kinder in die Schule, während sie pünktlich zur Arbeit weiterfuhr.

Was unseren Erfolg hemmt

Was unseren Erfolg hemmt

Unsere Erfolgshemmer

Wer, fragen wir Sie nun, hat wohl den erfolgreicheren Tag? Die Antwort wird Sie möglicherweise verblüffen, aber tatsächlich spielt der Tagesbeginn im Grunde keine Rolle. Natürlich vermuten die meisten Menschen jetzt bei André den schwierigeren Mittwoch, während bei Andrea alles in bester Ordnung zu sein scheint. Und das mag auch tatsächlich so kommen. Heruntergebrochen auf das eine wichtige Detail ist es aber weder die debattierende Tochter, noch die verpasste Bahn, die Andrés Tag zum mutmaßlich schlechteren machen wird. Es ist einzig und allein seine innere Einstellung. Seine Einstellung zu dem, wie der Tag abläuft. Blenden wir kurz zurück: Missmutig war er, als er auf die nächste Bahn wartete. Missmutig zu sein ist nicht nur unschön, sondern tatsächlich eine Art innere Bremse. Negative Gefühle beeinflussen unser Denken und unser Handeln. Dr. Gesinde Dreisbach vom Institut für Psychologie, Biopsychologie und Methodenlehre an der TU Dresden fasste es in einer Veröffentlichung zu Stimmung und Denken wie folgt zusammen:

  • Unsere Emotion beeinflusst unser Gedächtnis,
  • unsere Aufmerksamkeit,
  • unsere Informationsverarbeitung,
  • und unser Entscheidungsverhalten.

Und wer in all diesen Bereichen beeinträchtigt in einen wichtigen Arbeitstag in verantwortungsvoller Position startet, hat wohl wirklich schlechte Karten. Es ist also weder Yoga, noch die rechtzeitig erwischte Bahn, die Andreas Schlüssel zum Erfolg bedeutet, sondern einzig und allein ihre innere Einstellung. Ihre Positivität den Geschehnissen gegenüber, die um sie herum passieren.

Die Macht der inneren Einstellung

Nun sagen Sie vielleicht, dass das Beispiel doch etwas unfair ist und der Vergleich hinkt. Andrea hatte schlichtweg die bessere Ausgangssituation. Das mag sein, aber auch André hatte zu jedem Zeitpunkt die Chance, seine innere Einstellung zu drehen. Die Diskussion mit der Tochter kann er auf den Abend verschieben, die Wartezeit an der Bahn dazu nutzen, die Unterlagen für den ersten Termin kurz zu checken, oder einen ohnehin noch nötigen Anruf zu tätigen. Es ist einzig und allein Einstellungssache, wie er in dieser Situation reagieren möchte. Möchte er missmutig sein und sich zurückziehen, oder aktiv nach einer Lösung suchen? Wir schrieben bereits in einem anderen Beitrag darüber, wie wichtig Problemlöser sind. Und dies gilt nicht nur im Job, sondern ganzheitlich. Werden Sie zu Ihrem eigenen Problemlöser, werden Sie automatisch bereits dadurch erfolgreicher und zufriedener.

Die vier Schlüssel zum Erfolg

Vier Dinge beeinflussen unsere innere Einstellung und unsere mentale Stärke maßgeblich. Konkret:

  • Emotion: Erlauben Sie sich Gefühle, drücken Sie sie nicht herunter. Schlecht gelaunt in den Tag zu starten ist ok und menschlich. Wichtig ist, dass dieses Gefühl wahrgenommen wird, denn dann können Sie es aktiv drehen und in ein gutes Gefühl verwandeln. Ihr erster Schlüssel zum Erfolg.
  • Fitness: Keine Panik, Sie müssen nicht zum Marathonläufer werden. Aber grundsätzlich auf Ihren Körper achten schon. Kennen Sie die alte Redewendung, dass nur in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnen kann? Da ist durchaus was dran, also kümmern Sie sich auch um Ihr körperliches Wohlbefinden, denn hier liegt Ihr zweiter Schlüssel zum Erfolg.
  • Gesundheit: Der dritte hängt eng mit dem zweiten Schlüssel zum Erfolg zusammen. Halten Sie sich gesund, setzen Sie auf eine gesunde Ernährung und verzichten Sie niemals auf ausreichend Schlaf. Auch das stärkt Sie mental und lässt Sie gelassener in den Tag starten. Und so mancher Widrigkeit trotzdem – kommt diese nun in Form einer nervigen Diskussion oder einer verpassten Bahn daher.
  • Umgebung: Abgase vorm Büro, diesiges Licht innen, eine flimmernde Deckenleuchte, die auch noch nervtötend surrt – fühlen Sie sich in solch einer Umgebung wirklich wohl? Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Umgebung Ihre innere Einstellung maßgeblich beeinflusst. Die Hauptverkehrsstraße können Sie nun natürlich nicht verlegen, aber schon kleine Änderung reichen für den vierten Schlüssel zum Erfolg aus. Machen Sie kleine Pausen in der Natur oder verschönern Sie die Atmosphäre in Ihrem Büro. Am besten gleich heute!

Kopfbremse lockern

André war zu verkopft. Zu verkopft sein, bremst innerlich. Lassen Sie Ihr Potenzial frei und lösen Sie die Kopfbremse. Auch hierfür gibt es praktische Hilfen, Stresserzeuger zu erkennen, das eigene Terminmanagement in den Griff zu bekommen und achtsamer mit sich selbst zu sein. Werfen Sie doch gerne einen Blick auf unsere Selbstmanagement-Kurse.

 

Newsletter anmelden

Über Oliver Herbig 23 Artikel
Oliver Herbig hat auf dem Gebiet berufliche Weiterbildung mit Schwerpunkt Management und IT in Geschäftsführer- und Vorstandspositionen über 15 Jahre Erfahrung. Profitiere mit karriere tutor® von seinem Wissen und mache dich fit für deinen nächsten Karriereschritt.